Tierarzt nicht gerufen

WATTWIL. Ein Schwein mit einer Nabelhernie und einem grossen Bruchsack wurde zum Schlachthof gebracht, obwohl die Haut des Bruchsacks unten abgestorben war. Ein anderes Tier mit einer Nabelhernie und einem grossen Bruchsack verendete im Stall. Die Haut des Bruchsacks war verletzt.

Martin Knoepfel
Drucken
Teilen

WATTWIL. Ein Schwein mit einer Nabelhernie und einem grossen Bruchsack wurde zum Schlachthof gebracht, obwohl die Haut des Bruchsacks unten abgestorben war. Ein anderes Tier mit einer Nabelhernie und einem grossen Bruchsack verendete im Stall. Die Haut des Bruchsacks war verletzt. Der pensionierte Bauer, der die Schweine betreute, hatte in beiden Fällen weder den Tierarzt gerufen noch die Tiere getötet. Damit machte er sich der Tierquälerei schuldig. Freigesprochen wurde er vom Einzelrichter vom Vorwurf der Tierquälerei im Fall von Schweinen mit Organschäden. Es sei nicht sicher, dass der Mann die Schäden hätte erkennen können, steht in der Begründung.

100 von 608 zwischen Juni 2009 und Juli 2010 in Bazenheid geschlachteten Schweinen hatten Gesundheitsschäden. Das Gericht sprach den Futtermittelhändler aber vom Vorwurf der Übertretung des Tierschutzgesetzes frei. Es sei nicht nachgewiesen, wie schwer die Gesundheitsschäden gewesen seien. Nicht erwiesen sei auch, dass eine Gesundheitsvorsorge der Tiere ausgeblieben sei, hält das Gericht fest.

Aktuelle Nachrichten