Tieferer Ansatz für Luxusobjekte

Drucken

Appenzell Die Eigenmietwert­berechnung für Luxusobjekte wird im Standeskommissionsbeschluss zum Steuergesetz und zur Steuerverordnung angepasst. Gemäss einer Medienmitteilung der Innerrhoder Ratskanzlei wirkt diese Änderung bereits für das Steuerjahr 2016.

Die Standeskommission hat das Berechnungsschema für den Eigenmietwert im Beschluss zum Steuergesetz und zur Steuerverordnung angepasst. Bei Objekten mit einem Steuerwert über 800000 Franken kann neu ein tieferer Ansatz angewendet werden. Die Eigentümer solcher Liegenschaften können zudem im Einspracheverfahren verlangen, dass ihr Haus aufgrund eines regionalen Marktwertes für Luxusobjekte veranlagt wird. Damit wird der Betrachtungsraum über den Kanton hinaus in die ganze Ostschweiz, gegebenenfalls un­ter Einbezug des Grossraums ­Zürich, erweitert.

Die Änderung wurde notwendig, nachdem das Verwaltungsgericht in einem Beschwerdeverfahren festgestellt hat, dass es im Kanton für Liegenschaften ab einem Steuerwert von 800000 Franken an einem eigentlichen Mietmarkt und somit an einem Referenzwert für die Eigenmietwertpauschale von sechs Prozent des Steuerwertes fehlt. Mit der Revision des Standeskommissionsbeschlusses wird für diese Fälle die blockierte Situation wieder frei.

Aufgrund eines Vorstosses aus dem Grossen Rat ist die ­Standeskommission daran, für alle Wohneigentümer eine Entlastung bei den Eigenmietwerten vorzubereiten. Die Erarbeitung der entsprechenden Lösung bedarf aber noch einiger Abklärungen, so dass sie erst später eingeführt werden kann. (rk)