Tiefe Sozialhilfequoten im Appenzellerland

Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden weisen im nationalen Vergleich eine tiefe Sozialhilfequote aus. Dies geht aus den neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik hervor.

David Scarano
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APPENZELLERLAND. Im Jahr 2010 bezogen in der Schweiz rund 230 000 Personen Sozialhilfe. Die Sozialhilfequote liegt gemäss dem Bundesamt für Statistik bei 3 Prozent. In absoluten Zahlen waren im vergangenen Jahr rund 1000 Personen mehr auf die existenzsichernden Leistungen angewiesen. Doch da die Bevölkerung gesamthaft ebenfalls zunahm, blieb die Sozialhilfequote laut der gestern verschickten Medienmitteilung insgesamt unverändert. Wie das Bundesamt weiter mitteilt, hat sich der Wert damit auf dem Vorjahrsniveau stabilisiert. In den Jahren 2007 und 2008 war er zurückgegangen, 2009 leicht angestiegen.

Städtisch geprägte Kantone wie Zürich oder Genf sind wegen ihre Bevölkerungsstruktur stärker von der Sozialhilfe betroffen als ländliche. Die höchste Sozialhilfequote weist 2010 Neuenburg aus (6,5 Prozent). Appenzell Ausserrhoden mit einem Wert von 1,7 Prozent liegt im nationalen Vergleich auf dem 17. Rang, Innerrhoden weist mit 1,1 Prozent den dritttiefsten Wert auf. Nur Ob- und Nidwalden verfügen über eine tiefere Sozialhilfequote. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Innerrhoder Wert um 0,2 Prozentpunkte, der Ausserrhoder stieg hingegen um 0,1 an.