Tiefe Preise für Bauland und Mieten

Der Ausserrhoder Boden ist günstiger als in sämtlichen umliegenden Kantonen. Der Grund liegt im Angebot, das die Nachfrage übersteigt. Der Vergleich mit anderen Kantonen hinkt aber.

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ausserrhoden. Ausserrhodens Einwohnerinnen und Einwohner würden von einer traumhaften Lage, tiefen Steuern sowie günstigen Kauf- und Mietpreisen profitieren, heisst es in der neuen Daten- und Faktenbroschüre zu den entsprechenden Zahlen. Und diese zeigen: Ausserrhoden hat im Vergleich mit den umliegenden Kantonen die tiefsten Bauland- und Mietpreise.

Durchschnittlich kostet hierzulande der Quadratmeter Bauland 280 Franken, der durchschnittliche Mietpreis für eine 4-Zimmer-Wohnung liegt bei 1260 Franken. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau liegt der Baulandpreis bei 350 Franken pro Quadratmeter Bauland, in Innerrhoden mit 450 Franken schon um einiges höher.

Angebot grösser als Nachfrage

Grund für diese Situation ist, wie es beim Departement Bau und Umwelt auf Anfrage heisst, das grosse Angebot im Vergleich zur Nachfrage.

Anstatt Kantone würde man jedoch besser ähnliche Regionen untereinander vergleichen, wird weiter ausgeführt. Ländliche Regionen wie das Toggenburg oder die Juraregionen ohne städtisches Zentrum zeigten das gleiche Phänomen. Klar sei ferner, dass Ausserrhoden überdurchschnittlich viele Wohneigentümer habe, entsprechend weniger Mieter, und zudem viel zu wenig Mehrfamilienhäuser, da der Kanton ländlich und kleinräumig sei. Und was den Baulandpreis betrifft: Dieser hänge stets von Lage und Erreichbarkeit ab.

Letztere sei auf dem Lande immer schlechter.

Altwohnungen kein Grund

Die Vermutung, die vielen Altwohnungen könnten Grund für die tiefen Mietpreise sein, wird beim Departement Bau und Umwelt zurückgewiesen. Stattdessen wird nochmals auf die tiefe Nachfrage verwiesen. Auch seien die Preise ein Abbild der Streusiedlung.

Als Vorteil der tiefen Bauland- und Mietpreise hält man beim Departement fest, mehr Wohnfläche für das Geld zu erhalten, als beispielsweise in Zürich. (rf)