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Theater rund ums Geld: Das interaktive Schauspiel "Crash" gastiert in Heiden

Der Umgang mit Geld will gelernt sein. Aus diesem Grund hat die St. Galler Kantonalbank vor acht Jahren das Theaterstück "Crash" entwickelt. Es soll auf spielerische Weise das Finanzwissen von Jugendlichen fördern. Heute wird das Stück in Heiden aufgeführt.
Claudio Weder
Dazugehören wollen, Markenkleider kaufen können, überhaupt alles kaufen können – davon handelt das Theaterstück «Crash». (Bild: PD)

Dazugehören wollen, Markenkleider kaufen können, überhaupt alles kaufen können – davon handelt das Theaterstück «Crash». (Bild: PD)

Die Mehrheit der Schweizer Lernenden geht sorgfältig mit ihrem Lohn um. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie, die im Auftrag der Kantonalbanken durchgeführt wurde. Sie kommt aber auch zum Schluss, dass sich rund die Hälfte der Jugendlichen eine bessere Vermittlung von Finanzwissen und praktischem Know-how wünscht. Das interaktive Theaterstück «Crash», das die St. Galler Kantonalbank vor acht Jahren gemeinsam mit dem Forumtheater Zürich entwickelt hat, kommt diesem Wunsch nach: Es soll Jugendlichen auf spielerische Weise den richtigen Umgang mit Geld vor Augen führen.

Das Stück feiert heute – zumindest in diesem Jahr – seine Appenzeller Premiere: Am Nachmittag werden sich zwei Klassen zu je 40 Schülerinnen und Schülern in Heiden mit einem Thema auseinandersetzen, mit dem Jugendliche wie auch Eltern heutzutage immer häufiger konfrontiert sind: Jugendverschuldung. Am Beispiel eines jungen Pärchens, das tief in der Schuldenfalle steckt, wird aufgezeigt, wie schnell Geld ausgegeben oder geliehen ist – und wie langsam es wieder verdient ist.

Das Publikum spielt mit

Das Theaterstück «Crash» versteht sich jedoch nicht allein als Frontalvorführung, das bloss stilles Zuhören von den Schülern verlangt: «Das Publikum kann sich aktiv am Bühnengeschehen beteiligen, kann Situationen und Handlungen verändern», wie Jolanda Meyer, Mediensprecherin der St. Galler Kantonalbank, sagt.

Hie und da steht die Handlung still, und die Frage richtet sich ans Publikum: Wie würdet ihr in dieser Situation handeln? Gemeinsam wird dann diskutiert und nach Möglichkeiten gesucht, wie die Beteiligten aus den realistischen und schwierigen Situationen wieder herausfinden können. Aufgrund dieser Spontaneität erhält jede Aufführung ihren ganz eigenen Charakter.

Seit 2010 wird das Theaterstück «Crash», das als eine Art ergänzendes Bildungsangebot für die Oberstufe zu verstehen ist, jedes Jahr rund zehn Mal an verschiedenen Standorten in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden aufgeführt. In dieser Zeit haben bereits 9000 Jugendliche an den Theateraufführungen teilgenommen. «Es besteht eine grosse Nachfrage seitens der Schulen, die Termine sind oft schon früh ausgebucht», sagt Jolanda Meyer. Auch bei den Jugendlichen komme das Stück gut an, vor allem der interaktive Aspekt werde geschätzt: «Die Jugendlichen mögen es, zu diskutieren – anstatt nur belehrt zu werden.»

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