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Zuerst das erste Länderspiel, dann der Wechsel zu YB: Teufner Fussballerin Nadine Riesen macht Karrieresprung

Nach dem Debüt im A-Nationalteam wechselt Nadine Riesen zu YB. Nach dem Aufstieg mit dem FC St.Gallen-Staad ist dies für die 19-Jährige ein weiterer Erfolg.
Jesko Calderara
Nadine Riesen (rotes Trikot) kam im Länderspiel gegen Serbien in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Bild: Andrej Cukic /Keystone

Nadine Riesen (rotes Trikot) kam im Länderspiel gegen Serbien in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Bild: Andrej Cukic /Keystone

Der 14. Juni war ein besonderer Tag im Leben von Nadine Riesen. Im Auswärtsspiel gegen Serbien feierte die 19-jährige Fussballerin aus Teufen ihr Debüt im A-Nationalteam von Cheftrainer Nils Nielsen. Beim 1:1 kam Riesen, welche beim FC St. Gallen-Staad und zuvor bei den Erstligistinnen des FC Bühler spielte, in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. «Es war eine coole Erfahrung», sagt sie. An einiges musste sich Riesen allerdings erst gewöhnen. Beispielsweise war das Testspiel intensiver und das Niveau höher als im U19-Nationalteam, für das sie zuvor einige Länderspiele bestritten hatte.

Weil jene Schweizer Nationalspielerinnen, welche bei ausländischen Vereinen unter Vertrag sind, in Serbien fehlten, testete Nielsen gleich acht Neulinge – darunter Nadine Riesen. Mit ihrer Leistung ist die Mittelfeldspielerin zufrieden: «Nach Anfangsschwierigkeiten bin ich gut ins Spiel gekommen.»

Der Aufstieg als 
Abschiedsgeschenk

In den letzten Wochen sorgte Nadine Riesen noch anderweitig für Schlagzeilen. Mit den Teamkolleginnen des FC St. Gallen-Staad konnte sie Ende Mai den Aufstieg in die NLA feiern. Es war die Krönung eines gemeinsamen Projekts, das die beiden Ostschweizer Vereine mit der Fusion ihrer Frauenabteilungen vor zwei Jahren starteten. Ein Baustein des Erfolgs war gemäss Riesen der Zusammenhalt innerhalb des Teams. Die Spielerinnen hätten in der Freizeit viel zusammen unternommen, wodurch sie auch auf dem Feld eine Einheit bildeten. Riesen hebt zudem den Stil, den Trainer Federico D’Aloia verlangte, positiv hervor. Die Stichworte dazu sind Ballbesitz und schnelles Umschalten. D’Aloia hat den Ostschweizer Verein nach nur einer Saison wieder verlassen. Er wird ersetzt durch den früheren Coach des Frauenteams und Ex-FCSG-Profi Marco Zwyssig.

Den Aufstieg bezeichnet Riesen als «schönes Abschiedsgeschenk», denn in der kommenden Saison wird sie nicht mehr für St. Gallen-Staad auflaufen. Die junge Teufnerin hat sich für einen Wechsel zu YB entschieden. Die Berner waren bereits vor einem Jahr interessiert. Weil die gelernte Dentalassistentin damals gerade mit ihrer Lehre fertig war und zuerst Berufserfahrungen sammeln wollte, sagte sie ab. Obschon ein Transfer in diesem Sommer nicht geplant war, gab Riesen ihre Zusage zum Wechsel. Zu gross war der Reiz, etwas anderes zu machen. Denn die neue Herausforderung in der Bundeshauptstadt bedeutet auch: Auszug aus dem Elternhaus in Niederteufen und erstmals eine eigene Wohnung.

Riesen sucht einen Job 
als Kinderbetreuerin

Ein Zuhause hat Riesen in Bern bereits gefunden – auch dank Hilfe des neuen Vereins. YB wird sie zudem bei der Jobsuche unterstützen. Riesen will künftig Teilzeit als Kinderbetreuerin in einer Tagesschule arbeiten. Danebst soll der Fokus auf dem Sport liegen. Trainingsstart ist am 15. Juli. Da Riesen bis Ende Monat noch in Stein arbeitet, wird sie erst im August bei YB voll ins Training einsteigen. Der Aufwand, den Fussballerinnen in der Schweiz aufwenden, ist mittlerweile beachtlich. Selbst in der NLB wurde bei St. Gallen-Staad wöchentlich vier Mal trainiert. Zumindest finanziell lohnt sich das nicht. YB etwa zahlt nur Erfolgsprämien, ein Fixum gibt es nicht.

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