Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

TEUFEN: Vom Kranken- zum Kurhaus

Im ehemaligen Spitalgebäude der Berit-Klinik soll eine orthopädische Rehabilitations- und Kurklinik entstehen. Die mehrheitlich älteren Patienten können sich nach der Operation hier erholen.
Karin Erni
Die markantesten Neuerungen im Aussenbereich sind die Balkone und die Gartenanlage. (Bild: PD)

Die markantesten Neuerungen im Aussenbereich sind die Balkone und die Gartenanlage. (Bild: PD)

TEUFEN. Vor einem halben Jahr zog die Berit-Klinik von Niederteufen in den Neubau nach Speicher um. Das zurzeit leerstehende Gebäude will die Klinik einem neuen Bestimmungszweck zuführen. Nach einer Totalsanierung soll hier eine orthopädische Rehabilitations- und Kurklinik mit 38 Patientenzimmern, verteilt auf zwei Bettenstationen, entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt rund fünf Millionen Franken.

Die neue Klinik generiere 30 bis 40 Arbeitsplätze, mehrheitlich im Pflegebereich, aber auch in Hotellerie und Restaurant sowie im Hausdienst, sagt Klinikdirektor Peder Koch. Er ist optimistisch, dass das Konzept funktioniert. «Die Patientenzahlen entwickeln sich positiv. Wir können das Haus praktisch mit unseren Patienten aus der orthopädischen Chirurgie füllen.» Bisher mussten vermehrt Patienten für die Rehabilitation an andere Institutionen überwiesen werden. «Künftig müssen sie den Kanton nicht mehr verlassen.» Das Angebot der Berit-Klinik sei schweizweit einmalig, so Koch. «Wir sind die einzige Klinik, die über beide Leistungsaufträge verfügt.»

Gleiche Einrichtung wie in Speicher

Das Gebäudevolumen bleibt gleich. Neu sind die Balkone, die sich auf der Südwestseite befinden. So hat jedes Zimmer künftig Blick auf das Alpsteinpanorama. Das Gebäude wird energetisch saniert und erhält eine ökologischere Heizanlage. Das bestehende Therapiebad wird modernisiert. Auch das Restaurant soll weiterbestehen und erhält einen Aussenbereich. Der wichtige Bereich Physiotherapie wird ausgebaut. Für die künftigen Patientinnen und Patienten soll sich nach der Verlegung vom Akutspital in die Rehabilitation ausser der Aussicht nicht allzu viel ändern. «Das helle und freundliche Ambiente wird demjenigen in der Klinik in Speicher angepasst. Die Inneneinrichtung erfolgt mit denselben Materialien und identischer Möblierung.» Beide Häuser stünden, wie Koch betont, allen Patienten, unabhängig von deren Wohnort und Versicherungsklasse offen und erfüllten die gleich hohen Qualitätsansprüche. Für die Bewohner der Steinwichslenstrasse und das umliegende Quartier soll die geplante Kurklinik keine übermässigen Immissionen bringen. Bei den Reha-Patienten handle es sich vorwiegend um ältere Leute, erklärt Peder Koch. «Das generiert weniger Autoverkehr als eine Akutklinik. Wir rechnen etwa in der Grössenordnung eines Altersheims.» Ein solches war ursprünglich hier angedacht. Heute ist Koch froh, dass die Berit das Gebäude nicht verkauft hat.

Eröffnung noch im Jahr 2017 geplant

Zurzeit sei man daran, die diversen Provisorien, die in Containern aussen am Gebäude untergebracht waren, abzureissen, sagt Peder Koch. Er rechnet mit der baldigen Erteilung der Baubewilligung. Anschliessend könne zügig mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Für diese will man, wie bereits beim Berit-Neubau in Speicher, nach Möglichkeit regionale Handwerker berücksichtigen.

Mit dem anstehenden Bauvorhaben kehrt die Berit-Klinik notabene zu ihrem ursprünglichen Bestimmungszweck zurück. Sie war 1977 durch den Chirurgen Otto Bernhardsgrütter als Rehabilitations- und Kurhaus gegründet worden. Wenn alles klappt, kann die Berit-Klinik ihr 40-Jahr-Jubiläum bereits im neuen Kleid feiern.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.