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TEUFEN: Schulzimmer mit Natur getauscht

Statt die Schulbank zu drücken, verbrachten die Dritt- bis Sechstklässler ihre Sonderwoche im Freien. ­ Von Schnitzarbeiten über Velotouren bis hin zu Aufräumarbeiten im Wald und einem Sternmarsch war alles dabei.
Werner Schweizer
Den Gäbris aus verschiedenen Richtungen erwandert. (Bild: Werner Schweizer)

Den Gäbris aus verschiedenen Richtungen erwandert. (Bild: Werner Schweizer)

Werner Schweizer

redaktion@appenzellerzeitung.ch

An der Sonderwoche besammelten sich die Schulkinder der Landhausschule jeden Tag zusammen mit den Lehrpersonen beim Riesenzelt, dem Sarasani, aufgestellt durch die Pfadi Attila, um in den Tag zu starten.

Am Dienstag- und am Donnerstagmorgen nahm jedes Kind halbtageweise in einer altersdurchmischten Gruppe an drei verschiedenen Angeboten teil. Rund ums Schulhaus bearbeiteten die Schüler und Schülerinnen mit ihren Sackmessern voll Eifer die zur Verfügung gestellten Stecken. Schnell merkte man, dass Schnitzen gar nicht so einfach ist; es braucht Ausdauer, Geduld und auch etwas Kraft. Umso mehr freuten sich die jungen Leute an ihren gelungenen Produkten.

Eine zweite Grossgruppe befasste sich mit dem Thema Feuer. Auf verschiedene Arten wurden Feuer entfacht, was vor allem am nassen Dienstag gar nicht so einfach war. So griff man gerne zu den praktischen Zündhölzli. Tee wurde aus selbst gesuchten Kräutern hergestellt. Auf einer Muurika (flache Pfanne) bereiteten die Kinder verschiedene Speisen wie Chapatis und Pfannkuchen zu. So gab es immer wieder etwas zu naschen. Das dritte Angebot war ein Orientierungslauf. Die Kinder starteten beim Landhaus und suchten auf dem Weg Richtung Speicher–Oberhorst–Waldegg–Moosbänkli–Landhaus die auf ihrer Karte markierten Posten. Schnell merkten sie, dass die Karte genau studiert werden will! Wer auf den Start warten musste, durfte einen Foto-OL rund um die Schulanlage absolvieren. Auch da hiess es, mit offenen Augen das Gelände abzusuchen. Wegen des sehr starken Regens am Dienstagnachmittag spielte eine Gruppe in der Turnhalle Brennball.

Am Mittwoch waren die Kinder an ganz verschiedenen Orten in der Gemeinde anzutreffen. In Zusammenarbeit mit dem Bau- und dem Forstamt räumten die einen den Wald auf der Frölichs­egg, im Ahorn und im Watt auf. Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, was die Leute alles achtlos wegwerfen. Andere waren im Steineggwald, um mit dem Forstwart Schlagholz aus dem Wald zu räumen oder beim Wolfstein den Weg mit Schnitzelgut auszubessern. Zwei Gruppen besserten den Wanderweg zwischen der Einsamkeit und der Stofelweid mit Kies aus. Merkwürdig, die Kübel wurden mit dem Kies immer schwerer! Die einen Drittklässler waren im Wald beim Scheibenstand, besserten das Kindergarten-Wald­sofa und die Feuerstelle aus. So kommen die Jüngsten in den Genuss von arbeitsamen Schülerhänden! Die anderen Drittklässler halfen dem Hauswart und jäteten auf dem Schulareal. Beide dritten Klassen durften je einen Baum pflanzen. Wie gross sind diese wohl, wenn die Kinder das Landhaus in drei Jahren verlassen? Am Donnerstagnachmittag waren die Fünft- und Sechstklässler mit dem Velo unterwegs. In kleineren Gruppen fuhren sie via Bühler–Gais nach Meisters­rüte. Von dort stieg der Weg nochmals etwas an, bevor es zum Parkplatz mitten im Grünen hinunter ging. Die letzten Höhenmeter erklommen alle zu Fuss und erfreuten sich über die schöne Aussicht bei der Ruine Clanx. Hier erfuhren die jungen Leute noch Einiges über die Geografie und zur Appenzeller Geschichte. Wie der Wind sausten die meisten Richtung Appenzell, um dann über Haslen wieder nach Teufen zurückzukehren. Super, dass jetzt ein Grossteil der Strecke auf dem Radweg gefahren werden kann.

Ein weiterer Höhepunkt war gewiss die Sternwanderung vom Freitag. Sieben wiederum altersdurchmischte Gruppen starteten an ganz verschiedenen Orten, um auf den Gäbris zu wandern. Ist es nicht herrlich, dass man den höchsten Punkt des Appenzeller Mittellandes so vielfältig erreichen kann? Das gemeinsame Bräteln beim Gäbrisseeli liess die Strapazen des Aufstiegs rasch vergessen. Wegen des starken und recht kalten Windes wanderten alle früher nach Gais und genossen dort noch intensiv den Spielplatz oder machten eine Siesta. Mit der Bahn kehrten die über 130 Kinder mit ihren Begleitpersonen wohlbehalten nach Teufen zurück. Nur zu rasch und glücklicherweise unfallfrei ging diese tolle Sonderwoche im Freien für die Schülerinnen und Schüler zu Ende.

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