Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

TEUFEN: Kurztunnel, nächster Akt

Ein unabhängiges Komitee fordert per Initiative eine Volksabstimmung über den Bau eines Kurztunnels zwischen Bahnhof und Schützengarten. Eine andere Gruppe hat diese Idee kürzlich geprüft – und wieder fallengelassen.
Margrith Widmer
Sie wollen einem Kurztunnel zum Durchbruch verhelfen: Kurt Stäheli, Christian Ehrbar, Uli Sonderegger und Beat Bachmann. (Bild: pd)

Sie wollen einem Kurztunnel zum Durchbruch verhelfen: Kurt Stäheli, Christian Ehrbar, Uli Sonderegger und Beat Bachmann. (Bild: pd)

TEUFEN. Die Bevölkerung soll über einen Objektkredit von geschätzten zehn Millionen Franken entscheiden. 150 Unterschriften sind nötig. Das Initiativkomitee startete die Unterschriftensammlung am Montag. Ziel der Initiative ist es, die geplante Doppelspur der Appenzeller Bahnen (AB) durchs Dorf Teufen zu verhindern und damit die Sicherheit im Dorfkern mit seiner prekären Verkehrssituation wesentlich zu verbessern.

Idee kürzlich verworfen

Die Idee eines Kurztunnels Bahnhof–Schützengarten ist nicht ganz neu: Bereits zuvor hatte sich ein elfköpfiges Komitee mit dieser Variante befasst, darunter der frühere Ausserrhoder Baudirektor und Landammann Jakob Brunnschweiler und Peter Frommenwiler, Mitglied der Planungskommission. Das Vorhaben scheiterte, weil die AB Sachzwänge geltend machten. AB-Verwaltungsratspräsident Fredy Brunner erklärte, der Umbau des Bahnhofs Teufen und die Sanierung der Bahnhofkreuzung erzeugten Zeitdruck: Es sei «zu spät». Die Mitglieder des Komitees resignierten.

Noch nicht zu spät

Jetzt hat ein Initiativkomitee die Idee des Kurztunnels wieder aufgenommen. Es besteht aus Beat Bachmann, Kurt Stäheli, Uli Sonderegger, Werner Hugelshofer und Christian Ehrbar. Sie sind der Ansicht, es sei noch nicht zu spät. Man dürfe nichts unversucht lassen, eine Katastrophe und ein Verkehrschaos im Dorf zu verhindern und für mehr Sicherheit zu sorgen, wie Beat Bachmann an einer Medienkonferenz erklärte.

Täglich ereigneten sich auf der neuralgischen Bahnhofkreuzung drei bis fünf Fast-Unfälle, so Kurt Stäheli. Das werde mit der Doppelspur nicht besser; vielmehr werde sich der Verkehr beim vorgesehenen Viertelstundentakt in alle Richtungen stauen: «Es wird kein Fortkommen mehr geben. Der Zug ist noch nicht abgefahren. Es ist zwar fünf vor zwölf – aber noch nicht fünf nach zwölf.» Es gehe nicht darum, die Bahn zu torpedieren, sondern den Dorfplatz Teufen vor Chaos zu bewahren, so Uli Sonderegger. Angesichts der zahlreichen Neubauten teurer Wohnungen werde Teufen einen Zuzug guter Steuerzahler erhalten, so Kurt Stäheli. Teufen stehe mit rund fünf Millionen Franken Vermögen finanziell gut da.

«Zug muss unter den Boden»

«Für Sicherheit ist es nie zu spät», sagte Christian Ehrbar. Mit dem Kurztunnel werde die gefährliche Strecke sicher für alle Verkehrsteilnehmer. Zehn Millionen seien für ein Jahrhundertprojekt für rund 60 Jahre und viel mehr Sicherheit im Dorfzentrum gut investiert. Es handle sich um ein Projekt für die Region: «Der Zug muss unter den Boden.» Ein chaotisches Dorfzentrum könnte auch Grund für potente Steuerzahler sein, von Teufen wegzuziehen, so Bachmann.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.