TEUFEN: Koordinieren, Aufträge erteilen, entscheiden

Die Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen» muss sieben Teilkonzepte erstellen. In den kommenden Wochen und Monaten werden erste Ergebnisse erwartet. Eine Übersicht über die laufenden Arbeiten.

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Die Planung für die Doppelspur und die Neugestaltung des Dorfzentrums werden koordiniert angegangen. (Bild: PD)

Die Planung für die Doppelspur und die Neugestaltung des Dorfzentrums werden koordiniert angegangen. (Bild: PD)

Die Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen» habe sich in den ersten Monaten vor allem mit der möglichen Entwicklung im Bereich Bahnhof Ost, dem Bahnhofareal und mit dem Parkierungskonzept befasst, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Um keine Doppelspurigkeiten und unnötige Kosten zu verursachen, wurden die Planungen für die Doppelspur durch die Appenzeller Bahnen und die Neugestaltung des Dorfzentrums durch die Gemeinde deshalb koordiniert angegangen und werden in den kommenden Monaten parallel vorangetrieben. Das Ziel ist, die Projekte aufeinander abgestimmt bis Ende 2021 oder 2022 zu realisieren.

Mögliche Entwicklungen aufzeigen

Wie bereits berichtet, wurden Studierende der Hochschule Technik und Wissenschaft Chur beauftragt, mögliche Entwicklungen beim Bahnhof Ost und im Dorfzentrum aufzuzeigen. Ebenso sollen Lösungen im Zusammenhang mit den Parkplätzen in die Semesterarbeit einfliessen. Erste Zwischenergebnisse liegen vor. Diese müssen nun noch konkretisiert werden. Die Studierenden werden ihre Arbeiten Ende Januar 2018 vorstellen. Allfällige Massnahmen aus den Vorschlägen fliessen dann in die weiteren Arbeiten ein.

Wie und wo parkieren in Teufen

Die Arbeitsgruppe widmet sich intensiv der Frage des Parkierens. Dabei ist zu klären, wie viel Parkplätze dereinst zur Verfügung stehen sollen. Vor allem gilt es auch die Frage zu beantworten, ob der Bedarf beispielsweise in zehn Jahren grösser oder kleiner wird und in, welcher Form die Parkplätze – je nach Ergebnis der Abklärungen – erstellt oder erhalten werden sollen. Für die Parkierung beim Bahnhof braucht es nach der Bauphase eine Zwischenlösung. Dabei muss darauf geachtet werden, dass für das Funktionieren des Bahnhofs und des «Park and Ride» zusätzliche Parkplätze benötigt werden.

Neuer Verbindungsweg für Sicherheit der Schüler

Bezüglich des neu geplanten Verbindungsweges Ost hat die Steuerungsgruppe Ortsdurchfahrt Teufen entschieden, die ursprünglich im Plan ausgewiesenen fünf Meter hohe Stützmauer aus dem Projekt zu streichen. Mit einer steileren Böschung, welche mit Betonriegeln gesichert wird, braucht es nur noch eine wesentlich kürzere und niedrigere Stützmauer. Diese ermöglicht weiterhin eine Überbauung der hinterliegenden Parzellen. Der neue Verbindungsweg würde vor allem den Schülerinnen und Schülern einen sicheren Schulweg ermöglichen. Die Projektänderung wurde letzten Monat dem Bundesamt für Verkehr eingereicht.

Dorfcharakter wahren oder weiterentwickeln

Im Zusammenhang mit der Gestaltung des Dorfzentrums wurde ein Baumemorandum in Auftrag gegeben mit dem Ziel, aktuelle Gebäudestrukturen zu erfassen und daraus die mögliche Dorfentwicklung abzuleiten. Der Auftrag wurde Prof. Christian Wagner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur erteilt. Der Vorteil: Der Auftragnehmer kennt Teufen ziemlich gut und hat solche Arbeiten bereits für andere Gemeinden ausgefertigt. Im Weiteren bestehen aus den Vorjahren verschiedene Analysen und Nutzungskonzepte, die in ein solches Baumemorandum einfliessen werden. Das Baumemorandum ist ein Instrument, um die Baukultur zu fördern. Es soll Orte und Situationen in Teufen definieren, denen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Es analysiert diese Orte und leitet daraus eine Zielsetzung ab. Es muss auch die Frage beantwortet werden können, worauf es gestalterisch zu achten gilt und welche baulichen Elemente fortzuführen sind, um den Dorfcharakter zu wahren oder weiterzuentwickeln. Deshalb bildet dieses Baumemorandum eine Grundlage für spätere Entscheidungen innerhalb der Arbeitsgruppe, was die Entwicklung und Gestaltung anbelangt. Ein ausführlicher Artikel zu den Zielen des Baumemorandums soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. (pd)

Am 14. Februar findet um 19.30 Uhr im Lindensaal eine öffentliche Orientierung statt. Darin wird auch über die Dorfzentrumsgestaltung informiert.