TEUFEN: «Jahrhundertprojekt für Teufen»

Der Gemeinderat hat der Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen» die Erarbeitung von sieben Teilkonzepten zugeteilt. Ein Ziel ist die Neugestaltung des Dorfzentrums.

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Die Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen» wird im Rahmen des Projektauftrags sieben Teilkonzepte erarbeiten. (Bild: PD)

Die Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen» wird im Rahmen des Projektauftrags sieben Teilkonzepte erarbeiten. (Bild: PD)

Vieles ist in Bewegung, manches ist noch ungewiss, was die zukünftige Gestaltung des Dorfzentrums anbelangt. Zu spät für die künftige Gestaltung des Dorfzentrums sei es noch nicht, betont die Präsidentin der Arbeitsgruppe, Pascale Sigg. Man könne allerdings nicht mehr länger zuwarten, weil jetzt noch die Möglichkeit bestünde, mit Hilfe von einigen Basisgrundlagen wie zum Beispiel dem Verkehrskonzept und dem Konzept «Fuss- und Veloverkehr» noch auf die verschiedenen Teilkonzepte wie die Gestaltung des Bahnhofareals Ost Einfluss zu nehmen, auch wenn die Appenzeller Bahn mit ihren Projekten schon sehr weit sei. Diese geht nämlich von einer Doppelspur durch das Dorf aus. Rein sicherheitstechnisch sei der Bahnbetrieb im Dorfzentrum ohne Schranken und Lichtsignale seit 2014 im Hintertreffen. Es gelte nun, auf der einen Seite die Arbeiten begleitend zu den Appenzeller Bahnen voranzutreiben und auf der anderen Seite zu versuchen, wo immer möglich variantenneutral weiterzuplanen, ist Pascale Sigg überzeugt. «Wir müssen uns positionieren, und es muss unser oberstes Ziel sein, fertige Konzepte für die Umsetzung zu erarbeiten – egal, welche Variante von unseren Einwohnern gewählt wird.»

Die Ungewissheit bleibt jedoch

Mit «Variante» spricht Pascale Sigg die Abstimmung vom 21. Mai über die Lösung eines Kurztunnels an. Sie macht sich schon seit längerem Gedanken, wie es nach diesem Termin weitergeht. Bei einer Annahme der Kurztunnelvariante folgt als nächster Schritt eine Abstimmung über den Projektierungskredit. Wird auch dem Kredit zugestimmt, ist eine dritte Abstimmung über den Objektkredit vorgesehen. Das nimmt naturgemäss viel Zeit ein. In der Arbeitsgruppe ist man sich bewusst, dass diese Ungewissheit einschneidend und belastend ist. Dies würde die Arbeitsgruppe in ihrem Bestreben, eine optimale Gestaltung des Dorfzentrums zu erreichen, nicht behindern, versichert die Gemeinderatspräsidentin.

Einflussnahme ist oberstes Ziel

Für die Gemeinderätin ist es von enormer Bedeutung, dass sich die Gemeinde in der Gestaltung und Planung einbringen kann, egal, wie das Abstimmungsergebnis am 21. Mai lautet. Deshalb ist es wichtig, dass die Arbeitsgruppe mit Hochdruck an den verschiedenen Teilkonzepten arbeitet. Die Wünsche und Ideen müssen der Appenzeller Bahn und dem Kanton vor Realisierung der Doppelspur oder des Kurztunnels mitgeteilt werden, um das Optimum für ein attraktives und lebendiges Dorf herauszuholen. Insgesamt sind in den nächsten zwei bis drei Jahren sieben Teilkonzepte zu bearbeiten. Da werden auch einmal Konzepte priorisiert. Eines dieser Konzepte ist jenes des Parkierens über das ganze Dorf, also vom Bahnhof bis zum Stofel. Erst wenn eine Lösung der schwierigen Parkplatzsituation, kurz- und mittelfristig, fertig vorliegt, kann mit den anderen Teilkonzepten fortgefahren werden.

Die Parkplätze geben die Struktur im Dorf vor. Es gilt dabei, die Ängste und Bedenken der Gewerbetreibenden ernstzunehmen, betont Sigg «Wir müssen dem Gewerbe das Überleben ermöglichen – es gilt, dies als Parameter zu betrachten.»

Breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe

In der Arbeitsgruppe ist die Bevölkerung von Teufen gut vertreten. Parteien, Gewerbe, Elternrat und Senioren arbeiten darin mit. Laut der Präsidentin ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Arbeit in der Bevölkerung gehört und erklärt werden kann. Die Arbeitsgruppenmitglieder haben die Aufgabe, Beschlüsse nach aussen zu tragen und für diese einzustehen. Die Kommunikation nach innen und aussen ist ein wichtiger Pfeiler im ganzen Prozess. Für Pascale Sigg ist es von grosser Bedeutung, dass die Bevölkerung über die Arbeiten in der Gruppe regelmässig informiert wird. Sie ist sich der Verantwortung bewusst, denn: «Wir sprechen von einem Jahrhundertprojekt für Teufen.» (gk)