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TEUFEN: «Iigfädlet» endete auf dem Laufsteg

Die Gemeinschaftsausstellung «Iigfädlet – Ostschweizer Textilgeschichten» feierte vergangenen Sonntag die Finissage im Zeughaus. Dies mit einer Modeschau der besonderen Art.
Astrid Zysset
Als Model auf dem Laufsteg: Margrit Bürer, Leiterin des Amtes für Kultur, Appenzell Ausserrhoden. (Bild: Astrid Zysset)

Als Model auf dem Laufsteg: Margrit Bürer, Leiterin des Amtes für Kultur, Appenzell Ausserrhoden. (Bild: Astrid Zysset)

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

«Fulminant» gehe das halbjährige Projekt zu Ende, freute sich Ueli Vogt, Kurator des Zeughauses Teufen. «Ich kann mich nicht erinnern, wann wir jemals ein solch volles Haus gehabt hatten.» In der Tat standen die Besucherinnen und Besucher dicht gedrängt, die letzten Stühle waren längst besetzt. Gestern feierte die Gemeinschaftsausstellung «Ii­gfädlet – Ostschweizer Textilgeschichten» Finissage. Dies nicht etwa im stillen Rahmen. Geladen wurde zu einer Modeschau. Die Labels, die während des letzten Halbjahres Kreationen im Rahmen der Ausstellung erstellten, zeigten nun ihre fertigen Kreationen. Als Models auch auf dem Laufsteg: Monica Sittaro, FDP-Kantonsrätin, und Margrit Bürer, Leiterin des Amtes für Kultur ­Appenzell Ausserrhoden. Angesprochen auf ihren Einsatz, winkte Bürer lächelnd ab: «Was macht man nicht alles im Namen der Kultur?»

Eine etwas andere Ausstellung in Teufen

Die Ausstellung im Zeughaus unterschied sich von den andern der an «Iigfädlet» beteiligten ­Institutionen. «Wir haben kein fertiges Produkt gezeigt», so Vogt. Der Entstehungsprozess stand im Fokus. Die Labels fertigten in einer Art Laboratorium ihre Kollektionen an. Und das live vor den Augen der Besucherinnen und Besucher. Oder zumindest fast live. «Vieles entstand auch in den hoch spezialisierten Werkstätten. Wir hatten hier aber alles so in Szene gesetzt, als wäre es hier erstellt worden.» Und das Konzept des Kurators ging auf. «Leicht überrascht» sei er vom kontinuierlichen Besucheransturm gewesen. Und von den Reaktionen. «Viele genossen diese Werkstatt-Atmosphäre. In anderen Museen sahen sie ein fertiges, didaktisch ausgeklügeltes Konzept. Bei uns war das anders. Da stand die Kreativität im Fokus.» Dies aber zugleich in einer entspannten Atmosphäre, da die Kreationen erst zur Modeschau hin fertig erstellt sein mussten.

Die Vielfalt, die sich im Rahmen der gezeigten Ausstellungen bot, hat auch Museumskoordinatorin Isabelle Chappuis beeindruckt. «Alle Museen wussten ziemlich schnell, was sie zeigen und vor allem wie sie es umsetzen wollten.» Das habe dafür gesorgt, dass jedes Museum seine eigene Handschrift mit einbringen und den Besucherinnen und Besuchern eine «schöne Bandbreite» präsentiert werden konnte. Alle beteiligten Institutionen hätten mehr Besuchende verzeichnen können als bei regulären Ausstellungen. Die genauen Zahlen liegen derzeit noch nicht vor. Chappuis freute sich: «‹Iigfädlet› war ein voller Erfolg!» Bis Ende Jahr werde sie nun den Abschluss­bericht verfassen. Dann ist die Gemeinschaftsausstellung endgültig Geschichte. Insgesamt acht Institutionen nahmen an «Iigfädlet» teil und beleuchteten einen Aspekt der Ostschweizer Textilgeschichte.

Hinweis

Folgende Museen verlängern ihre Ausstellungen: Museum Heiden (bis 3.12.), Museum Herisau (bis 29.12.), Brauchtumsmuseum Urnäsch (bis 14.1.) und Textilmuseum St. Gallen (bis auf Weiteres).

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