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TEUFEN: FDP erringt absolute Mehrheit

Nach der Entschädigungsaffäre waren in Teufen Ersatzwahlen nötig geworden. Die SVP ist künftig nicht mehr im Gemeinderat vertreten, dafür gelingt der SP mit Hilfe der FDP der Einzug in die Exekutive.
Michael Genova
Die SP schafft den Einzug in den Teufner Gemeinderat. (Bild: Ralph Ribi)

Die SP schafft den Einzug in den Teufner Gemeinderat. (Bild: Ralph Ribi)

TEUFEN. Die Stimmberechtigten von Teufen haben gestern vier neue Mitglieder in den Gemeinderat gewählt. Damit ist das neunköpfige Gremium wieder komplett. Das beste Ergebnis erzielte Katja Diethelm-Bruhin (FDP) mit 1619 Stimmen. Ebenfalls gewählt wurden Marco Giovanni Sütterle (FDP, 1557 Stimmen), Pascale Sigg-Bischof (parteiunabhängig, 1476 Stimmen) und Beatrice Weiler (SP, 1089 Stimmen). Das absolute Mehr lag bei 917 Stimmen, die Stimmbeteiligung betrug 44,9 Prozent.

SVP aus Gemeinderat verdrängt

Keinen Erfolg hatten die Kandidaten der SVP: Bruno Schläpfer und Beat Flammer verpassten das absolute Mehr, ebenso der parteiunabhängige Bernd Geldmacher. Zu den Ersatzwahlen war es wegen einer Entschädigungsaffäre gekommen, welche die Gemeinde während Monaten beschäftigte. In der Folge traten drei Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission (GPK) sowie vier Mitglieder des Gemeinderats zurück.

Neu haben die Freisinnigen mit fünf Sitzen die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Drei Sitze entfallen auf die Parteiunabhängigen, mit einem Sitz ist neu auch die SP vertreten. Die SVP war bereits seit November 2015 nicht mehr im Gemeinderat vertreten, nachdem sich Susanne Lindemann-Zeller von der Partei abgewandt hatte.

Die neue Zusammensetzung ist das Resultat einer Allianz zwischen FDP und SP. Die Freisinnigen gaben im Vorfeld bekannt, dass sie keinen SVP-Kandidaten unterstützen werden. Stattdessen gaben sie eine Wahlempfehlung für SP-Kandidatin Beatrice Weiler und die parteiunabhängige Pascale Sigg-Bischof ab. Die FDP sprach sich öffentlich dafür aus, «alle aktiven Gruppierungen» in den Gemeinderat einzubinden. Allerdings müssten sich die Kandidaten fachlich und charakterlich eignen.

Mit den Ersatzwahlen hat sich die Zahl der Frauen im Gemeinderat verdoppelt. Die drei neuen Gemeinderätinnen belegen zusammen mit der bisherigen Vizepräsidentin Ursula von Burg vier der neun Sitze.

GPK wieder vollzählig

Auch die GKP ist wieder vollzählig. Als neue Mitglieder gewählt wurden der FDP-nahe Beat Ringer, der parteiunabhängige Yannick Frauenknecht sowie der Gewerbevertreter Matthias Kuratli. Zum neuen Präsidenten wurde Willi Staubli (FDP) gewählt, der seit 2015 Mitglied der GKP ist.

Mitsprache bei Sondernutzung

Zur Abstimmung kamen gestern auch zwei Sachvorlagen. Die Volksinitiative «Fakultatives Referendum bei Sondernutzungsplänen» wurde mit 1167 zu 725 Stimmen überraschend deutlich angenommen. Die Initianten wollen erreichen, dass sich die Bevölkerung vermehrt mit Sondernutzungsplänen und deren Wirkung auf die bauliche Gestaltung in Teufen beschäftigt. Auslöser für die Initiative war die Abholzung von Bäumen im Thürer-Park, in dem eine Überbauung geplant ist. Der Gemeinderat empfahl mit fünf zu drei Stimmen, die Initiative anzunehmen. Zu den Befürwortern gehören auch FDP und SP. Gegen das Vorhaben wandten sich die SVP und der Gewerbeverein. Ebenfalls angenommen wurde ein Baukredit von 600 000 Franken für die Sanierung der Bubenrütistrasse. Mit 1379 Ja- zu 545 Nein-Stimmen fiel dieses Ergebnis noch deutlicher aus.

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