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TEUFEN: Es gibt keinen Teilzeitschalter

An einem Runden Tisch treffen sich die Petitionäre «Der Bahnschalter muss offenbleiben» und die Appenzeller Bahnen. Eine Lösung gibt es nicht, aber eine Annäherung.

Am 15. September 2017 kommunizierten die Appenzeller Bahnen, dass die Verkaufsstelle Teufen per Ende 2018 geschlossen werde. Anstelle der klassischen Verkaufsstelle wird es dann möglich sein, ein Ticketsortiment im Mercato-Shop zu beziehen oder sich an die Verkaufsstellen in Appenzell oder Heiden zu wenden. Mit dieser Massnahme zeigten sich viele Teufnerinnen und Teufner unzufrieden und es war letztendlich Walter Bosshard, welcher eine Petition mit dem Titel «Der Bahnschalter muss offenbleiben» lancierte. Innert kürzester Zeit unterstützten 1024 Personen die Petition, welche am 17. November 2017 dann dem Gemeinderat übergeben wurde. Im Petitionstext verweist der Initiant auf den wegfallenden Service sowie die kompetente Beratung vor Ort bei der Zusammenstellung und Reservation von zum Teil komplizierten Gruppenreisen.

Der Gemeinderat hat sich im Dezember 2017 mit der Petition auseinandergesetzt. Wie sich einer aktuellen Mitteilung entnehmen lässt, beurteilt er den gewählten Zeitpunkt für die Schliessung des Bahnschalters während der Bauzeit der Ortsdurchfahrt als «nicht ideal». Daher habe er beschlossen, als Vermittler zwischen den Petitionären und den Appenzeller Bahnen zu agieren und hat zu diesem Zweck einen Runden Tisch mit allen Beteiligten einberufen. An diesem nutzen die Petitionäre gemäss der Mitteilung nochmals die Gelegenheit, auf ihre Anliegen hinzuweisen, und auch konkrete Lösungsansätze vorzuschlagen. So sollten die Verantwortlichen einen Teilzeitschalter in Betracht ziehen, der durch einen Mitarbeitenden aus Appenzell zu definierten Zeiten geführt wird. Der Direktor der Appenzeller Bahnen, Thomas Baumgartner, erklärte, dass sie sich diese Überlegungen im Rahmen der Analysen vor der Ankündigung der Schalterschliessung ebenfalls gemacht hätten. Allerdings seien die Fixkosten für die Infrastruktur derart hoch, dass sich dies finanziell nicht rechnet. Die angestrebte Lösung mit dem Verkauf von Bahndienstleistungen und -produkten via Mercato-Shop sei in anderen Regionen bereits erfolgreich umgesetzt worden. In den Diskussionen haben die Appenzeller Bahnen die bisher noch nicht ersetzten, wegfallenden Dienstleistungen aufgenommen. Sie würden nun mögliche Alternativen prüfen. Zudem wurde in Aussicht gestellt, eine Übersicht über die neuen Verkaufskanäle der einzelnen Dienstleistungen zu erstellen. Eine weitere Idee, die noch vertieft geprüft wird, ist die Möglichkeit von Schulungen in den Verkaufskanälen zum Beispiel via Seniorissimo. Bereits über einen Dienstleistungsvertrag geregelt ist der Billettverkauf und die Schulung des Verkaufspersonals des Mercato-Shops. Ende März werden sich die beiden Parteien nochmals zusammensetzen. (gk)

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