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TEUFEN: Ein Tunnel würde ihn überflüssig machen

Das Initiativkomitee Kurztunnel bezeichnet den geplanten Kreisel bei der Bahnhofkreuzung als unnötig. Es hält seinen Vorschlag aus verschiedenen Gründen für besser.
Die Kreuzung beim Bahnhof ist vielbefahren. (Bild: PD)

Die Kreuzung beim Bahnhof ist vielbefahren. (Bild: PD)

Der Kanton will bei der Bahnhofkreuzung Teufen einen Kreisel bauen. Das Initiativkomitee Kurztunnel stellt einige kritische Anmerkungen zum Projekt. Ein Kreisel ist sicher für viele Situationen die richtige Lösung, heisst es in einer Medienmitteilung. Aber mit einer Tunnellösung für die Bahn, stellt sich die Frage, ob dieser massive Eingriff ins Ortsbild überhaupt notwendig ist. Eine normale Kreuzung benötigt bedeutend weniger Raum und ist auch wesentlich kostengünstiger. Es gehen auch nicht Parkplätze für den Laden sowie für den Kiosk verloren und die Führung der Fussgänger ist wesentlich einfacher. Von Norden herkommend muss nur einmal die Kantonsstrasse überquert werden. Ausserdem braucht es mit dem Bahntunnel keine Lichtsignalanlage. Für Radfahrende ist eine Ortsdurchfahrt mit einer Verkehrsberuhigung ohne vier Schienen bedeutend sicherer. Die gemessenen Schliesszeiten bei der Landhausstrasse betragen Richtung Bühler eine Minute und 12 Sekunden, Richtung St. Gallen wurden sogar eine Minute und 35 Sekunden gemessen. Die vom Kanton angegebenen Schliesszeiten von 38 Sekunden pro Zug für den Individualverkehr sind vermutlich theoretisch allenfalls machbar. Bei einem Viertelstundentakt sind aber gerade auch mit den Fussgängern mit Staus an der Kreisellösung zu rechnen. Zusätzlich soll zukünftig eventuell ein Teil des Verkehrs von und zum Thürerpark via Postliegenschaft erfolgen. Seit über 20 Jahren wird das südseitige Trottoir zwischen UBS und Weinkabinett, ehemals Spörri, diskutiert. Grundsätzlich wird diese Fusswegverbindung begrüsst, von Norden her kommend ist aber auf dieser Strecke immer noch mit zwei Querungen der Kantonsstrassen zu rechnen.

Jedes Projekt hat seine Entwicklungsgeschichte. Der Ruckhaldentunnel wurde letztes Mal 1998 verschoben und ist nun erst seit 2016 im Bau.

Unnötiger Zeitdruck für die Gemeinde

Ursprünglich hatte das sinnvolle Projekt Durchmesserlinie den Zeitplan 2016. Durch Weiterentwicklungen des Projektes ist nun die Eröffnung auf 2018 mit zwei Jahren Verspätung geplant. Die neue Linienführung beim Güterbahnhof in St. Gallen wurde erst dieses Jahr kürzlich bestimmt und kommt später zur Ausführung. Auf der Strecke St. Gallen bis Appenzell ist die Ortsdurchfahrt Teufen für die Bahn der letzte grosse Engpass. Mit dem Terminplan 2018 wird für Teufen unnötig Druck aufgebaut. Andere Projekte haben auch Zeit gebraucht. In Teufen wurden jahrelang um Lösungen für die Engpässe Elektro Nef, Dorfdurchfahrt und Engpass Dorfplatz bis Bahnhof mit der Kreuzung gerungen und gute Lösungen leider verworfen. Zuwarten ist sicher eine schlechte Lösung, es gibt aber auch Projekte, die mit gutem gemeinsamen Willen rasch vorwärtskommen. Eine dritte Gleisanlage kann auch in einem Provisorium erstellt werden und der Viertelstundentakt kann auch auf die Notwendigkeit und die zeitliche Dringlichkeit überprüft werden. Aus all diesen Gründen empfiehlt das Komitee ein Ja zur Kurztunnel-Initiative. (pd)

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