TEUFEN: Bienenstände werden überprüft

Die Biene ist ein wichtiger Lebensmittellieferant. Beim Treffen der Imkerinnen und Imker im Zeughaus standen Vorträge zur Bienengesundheit und praktische Postenarbeiten im Zentrum.

Drucken
Teilen
Eine mit Pollen beladene Biene fliegt zurück in ihren Bienenstock. (Bild:)

Eine mit Pollen beladene Biene fliegt zurück in ihren Bienenstock. (Bild:)

Am Samstag, 11. März, traf sich die Imkerschaft auf Einladung des Veterinäramtes beider Appenzell zu einer Informationsveranstaltung im Zeughaus Teufen. Themen der Veranstaltung waren die Kontrolle der Primärproduktion durch den Kantonstierarzt Sacha Quaile und die Vorstellung des Varroa- und Betriebskon­zeptes durch Robert Lerch vom Bienengesundheitsdienst.

Sacha Quaile stellte den Veterinärdienst im Appenzellerland vor und erläuterte die Kontrolle der Primärproduktion. Danach werden die Bienenstände durch die Kontrollorgane alle zehn Jahre überprüft. Bereiche der Kon­trollen sind die Hygiene in der tierischen Primärproduktion, der Tierarzneimitteleinsatz, die Tiergesundheit sowie der Tierverkehr. Oberstes Ziel in der Primärproduktion ist die hygienische und einwandfreie Gewinnung von Honig. Bei den Tierarzneimitteln muss der korrekte und fachgerechte Einsatz gewährleistet sein. Die Biene ist ein lebensmittelproduzierendes Nutztier, deshalb dürfen nur zugelassene Mittel eingesetzt werden. Bei der Tiergesundheit sollen die nötigen Vorkehrungen getroffen werden, um die Bienen gesund zu erhalten. Beim Tierverkehr gilt, dass die Bienenhaltung ordnungsgemäss registriert und der Bienenverkehr nachvollziehbar ist. Ein Merkmal dazu ist, dass jeder Bienenstand eine Identifikationsnummer hat. Sinn und Zweck der Registrierung ist, dass im Seuchenfall und bei der Bekämpfung von Bienenkrankheiten entsprechende Massnahme verfügt und eingeleitet werden können.

Robert Lerch vom Bienen­gesundheitsdienst stellte das Varroa- und Betriebskonzept des ­Bienengesundheitsdienstes Apiservice vor. Er wies auf die Merkblätter hin, welche unter www.bienen.ch/merkblatt einge­sehen werden können. Diese Merkblätter sind die Bausteine für das Betriebskonzept, welches jeder Imker und jede Imkerin individuell zusammenstellen kann. Der zweite Teil der Veranstaltung galt der praktischen Postenarbeit an vier Stationen. Migg Breitenmoser vom Bienengesundheitsdienst stellte die verschiedenen Ameisensäure-Dispenser vor und demonstrierte, wie der natürliche Milbenfall einfach gemessen werden kann. Walter Tanner, Bieneninspektor, erläuterte mit der «Auswaschmethode», wie der Milbenfall ermittelt werden kann. Diese Methode gibt allfällige Rückschlüsse dar­über, ob der Tod eines Bienen­volkes auf die Varroamilbe zurückzuführen ist. Martin Fässler, Bieneninspektor, erklärte die Varroa-Notbehandlung in Magazinbauten und CH-Schweizer-Kasten. Beim vierten Posten, unter der Leitung von Markus Seitz, Bieneninspektor, ging es um die rasche Erkennung von Krankheiten und Schädlingen durch die Imkerinnen und Imker. Seitz wies auch auf die Meldepflichten bei der Feststellung möglicher Krankheiten im Bienenstand hin. (pd)