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«Telenovelas sind sehr angesagt»

Der Schauspieler Philipp Langenegger aus Urnäsch gibt Aufschluss über das Phänomen Telenovela und erklärt den Unterschied zu den Soaps.

Herr Langenegger, wieso erfreuen sich die Telenovelas einer solch grossen Fangemeinde?

Philipp Langenegger: Der Unterhaltungswert. Der Zuschauer will wissen, wie es weitergeht. Die Geschichte wird zu einem Teil des Alltags. Ich hab von einem Hochschulprofessor gehört, der um 16.15 Uhr keinen Telefonanruf mehr entgegennimmt. Die täglich 45 Minuten «Hanna» sind für ihn die Entspannung.

Dem gegenüber steht geradeso viel Fernsehpublikum, das Telenovelas nie im Leben anschauen würde…

Langenegger: Auch das gibt es. Stellen Sie sich vor, alle würden gucken. Hilfe.

Verstehen Sie es, wenn jemand keine Soaps anschauen will?

Langenegger: Aber warum nicht? Ich komme auch nicht dazu. Jeder entspannt sich auf seine Art und Weise. Nur muss man unterscheiden. Eine Telenovela ist in sich eine Geschichte, die nach 240 Folgen abgeschlossen ist. In der Regel mit der Aschenputtelhochzeit.

Eine Soap hingegen ist endlos – ohne Ende. «Lindenstrasse» läuft seit 1985 und «Gute Zeiten – schlechte Zeiten» seit 1992.

Wie realitätsnah ist eine Sendung?

Langenegger: Telenovela heisst auf Spanisch «Fernsehroman»...

Ich habe mir einen halben Tag lang alle Soaps im deutschsprachigen Fernsehen angesehen. In rund 50 Minuten geschehen so viele Dramen wie bei den meisten Menschen in zehn Jahren nicht.

Langenegger: Das «Aschenputtel-Motiv» – die Liebe zwischen dem armen Mädchen und dem reichen Jüngling wird durch Intrigen bedroht. Die Erzählstruktur ruft Bewegung und Tempo hervor.

Sie persönlich spielen bei «Hanna – Folge deinem Herzen» mit. Kommt da aus dem Kollegenkreis auch ab und an ein dummer Spruch?

Langenegger: Im Gegenteil. Mittlerweile sind Telenovelas sehr angesagt.

Ich spiele mit Kollegen wie dem ehemaligen DDR-Star Frieder Venus, Gritt Böttcher (Goldene Kamera) oder Brigitte Grothum («Drei Damen vom Grill», drehte unter anderem mit Klaus Kinski). Da kommt eher ein: «Sag mal, kannst Du mal für mich ein gutes Wort einlegen?»

Wie lange wollen Sie in der Sendung noch mitspielen?

Langenegger: Nach 360 Folgen werde ich am 16. Juli meinen letzten Drehtag bei «Hanna» haben.

Was kommt nach «Hanna – Folge deinem Herzen»?

Langenegger: Gleich im Anschluss drehe ich einen ARD-Spielfilm mit Senta Berger in Norwegen und spreche fürs Schweizer Radio «Vo Ärbet, Gsang ond Liebi». Das Buch von Walter Rotach erzählt vom Herisau der 1920er-Jahre. Der erste Teil ist am 15. Juli um 21 Uhr auf DRS 1 zu hören.

Interview: Markus Fässler*

* Das Interview wurde schriftlich geführt.

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