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Telefonzelle in Bibliothek umgewandelt

Gestern wurde an der Oberdorstrasse in Herisau eine Bibliothek der anderen Art eingeweiht. Am Projekt waren unter anderem die Drittklässler der Primarschule Landhaus beteiligt.
Gwendoline Flückiger
Die Primarschüler räumen die letzten Bücher in die selbstbemalten Regale ein. (Bild: GWF)

Die Primarschüler räumen die letzten Bücher in die selbstbemalten Regale ein. (Bild: GWF)

Herisau hat mit der Bibliothek «Kunterbunt» seit einigen Tagen eine neue Attraktion. Auf eine private Initiative hin gestaltete ein kleines Team die ausrangierte Swisscom-Telefonzelle beim Walserplatz an der Oberdorfstrasse zu einer Hol- und Bring-Bibliothek um.

Die Einweihung fand gestern Morgen im Beisein von Schülerinnen und Schülern aus dem Landhaus statt. Die Kinder durften die letzten Bücher in die Regale einräumen.

Ein einfaches Konzept

Die Idee hinter der Bibliothek «Kunterbunt» ist simpel: Jeder kann aus den Regalen ein Buch zum Lesen mitnehmen. Nach Gebrauch kann es zurückgebracht oder behalten werden. Wer möchte, kann auch ein einzelnes Buch aus dem eigenen Fundus in die Hol- und Bring-Bibliothek stellen, sofern es Platz hat. Die Initiantin Daniela Hofmann und die Bibliothek Herisau überprüfen sporadisch die Bücherauswahl und besorgen im Notfall neue Bücher. «Ich hoffe, dass auch jemand Comics bringen wird, damit für alle etwas dabei ist», sagt die Initiantin. Momentan gebe es in der Bibliothek «Kunterbunt» generell noch zu wenig Bücher für Teenager.

Unterstützt wird das Projekt von der Primarschule Landhaus und der Bibliothek Herisau. Letztere stellt eine Auswahl an Büchern zur Verfügung. «Wir möchten so das Interesse am Lesen verbreiten», sagt Franziska Tschumi, die Leiterin der Bibliothek Herisau.

Von ähnlichen Projekten inspiriert

Vor bald zwei Jahren sei der Initiantin die Idee gekommen, dieses Projekt zu lancieren. «Ich hatte das oft im Ausland gesehen und wollte auch ein solches Angebot in Herisau haben», so Daniela Hoffmann. Die 40–Jährige habe sich dann mit der Gemeinde in Kontakt gesetzt. Später wurde auch die Primarschule Landhaus ins Boot geholt.

«Wir möchten mit diesem Projekt das Interesse am Lesen verbreiten.»

Momentan stehe im Landhaus das Thema der Leseförderung im Fokus, sagen Rahel Steiner und Sabrina Stoll, die Lehrerinnen der beteiligten Schüler. Deswegen habe die damalige zweite Klasse für die Telefonzelle Holzkisten in farbenfrohe Bücherregale umgestaltet. «Die Kinder haben vieles selbstständig gemacht», erklären sie.

Die Hol- und Bring-Bibliothek stand schon ein paar Tage vor der offiziellen Einweihung am Walserplatz. «In dieser Zeit wurde sie bereits genutzt», so Hofmann.

Die Dekoration an den Seitenwänden der Telefonzelle wurde zu grossen Teilen von Sonja Fuchs gestaltet. Sie habe diese tolle Idee unterstützen wollen, sagt die Floristin.

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