Teil des neuen Gerinnes ist fertig

UNTERWASSER. Die Arbeiten im mittleren Teil des neuen Säntisthur-Gerinnes in Unterwasser sind abgeschlossen. Ziel der Baufirmen ist es, die Thurumlegung möglichst noch fertigzustellen, bevor der Wasserstand durch Schmelz- und Regenwasser ansteigt.

Matthias Giger
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Das neue Bachbett der Säntisthur in Unterwasser ist ausgehoben, links sieht man den alten Verlauf. (Bild: Alex Hofstetter)

Das neue Bachbett der Säntisthur in Unterwasser ist ausgehoben, links sieht man den alten Verlauf. (Bild: Alex Hofstetter)

Unterwasser. Die Bauarbeiten an der Verlegung des Säntisthur-Verlaufs in Unterwasser verlaufen plangemäss. Dennoch ist es das Ziel der beteiligten Baufirmen sowie der Bauherrschaft (Politische Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann), dass die Arbeiten so schnell wie möglich abgeschlossen sind. Aus zwei Gründen, wie Bruno Egloff, Leiter der Bauverwaltung der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, sagt. Zum einen wolle man die Renaturierungsarbeiten im bestehenden Bachbett ausführen, bevor der Wasserstand durch das Schmelzwasser oder starke Regenfälle anschwelle. Zum anderen komme eine kurze Bauzeit dem durch die Bauarbeiten in Beschlag genommenen Kulturland zu Gute. Je schneller die Arbeiten abgeschlossen sind, desto weniger stark belastet werde es.

Als Beispiel nennt Marc Lüthi, von der das Projekt planenden Schällibaum AG, die vorübergehende Landbeanspruchung durch die zweispurige, provisorische Umfahrung auf der Kantonsstrasse beim Coop sowie der Baupiste und Materialzwischenlager. Auf Höhe der Umfahrung gelangt die Thur nach Abschluss der Arbeiten in ihr neues Flussbett. «Die Umfahrung war nötig, denn bei den Frequenzen des Durchgangsverkehrs, die wir zeitweise haben, wäre ein Lichtsignal eine Katastrophe», sagt Bruno Egloff. Die kurze Umfahrungsstrasse wird nach Ende der Bauarbeiten rückgebaut und die Kantonsstrasse verläuft über eine neue Brücke wieder gerade.

Wildhaus angeschlossen

Die Werkleitungen (Schmutzwasserleitung von Wildhaus in die ARA Stein und Frischwasserleitung nach Wildhaus) sind bereits verlegt. «Wildhaus ist damit angeschlossen», so Egloff. Momentan werden die Betonstützmauern beim Coop erstellt. Der hintere Gebäudeteil wird provisorisch unterfangen. Noch steht nicht fest, ob der künftige Nutzer des Gebäudes die Rampe weiterhin benötigt. Nach den Betonstützmauern wird die Säntisthur zwischen Blocksteinmauern auf die neue Linienführung geleitet, bevor der Flusslauf die Kantonsstrasse quert. Zu diesem Zweck wird eine neue Brücke erstellt, wie es in der Pressemitteilung der Schällibaum AG heisst.

Mittelteil des Gerinnes ist fertig

Der mittlere Abschnitt des neuen Gerinnes ist bereits mit Steinen befestigt und so gut wie fertig (siehe Luftaufnahme). Der Teil bis zur provisorischen Umfahrung hin wird als nächstes in Angriff genommen. «Ende dieser Woche sollte das Pumpwerk für die Liegenschaften im Unterwässerli in Betrieb gehen. Danach kann auch der untere Teil des Gerinnes gemacht werden», blickt Bruno Egloff voraus. Für den Abbruch der Brücke Langhans stehe die Hilfsbrücke bereits. «Die neue Langhans-Brücke wird etwas länger sein als die jetzige und nicht genau am selben Ort stehen. Vor allem aber genügt sie den Anforderungen des Hochwasser-Schutzes», betont Marc Lüthi.

Nächste Woche soll die Thurquerung für die Schmutzwasserleitung neben dem Gewerbezentrum Sändli erstellt werden. Übernächste Woche müsse man ein Lichtsignal einsetzen, da dann die Querung der Kantonsstrasse gemacht werden müsse. «Unser Ziel ist es aber, dass wir diese Arbeiten innert einer Woche abschliessen können», sagt Bruno Egloff. Das alte Bett der Thur wird nach Fertigstellung des neuen Gerinnes teilweise trockengelegt und aufgefüllt.

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