Technische Betriebe Wil erwirtschaften 10 Millionen Franken Gewinn

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Wil Der Voranschlag 2018 der Technischen Betriebe Wil (TBW) orientiert sich an den prognostizierten Erträgen und Aufwänden auf der Energieseite sowie den nach wie vor steigenden Kundenzahlen und Dienstleistungen im Kommunikationsbereich. Das Energiegeschäft für Strom und Gas ist aufgrund des aktuellen Preisstandes und der voraussichtlichen Verbrauchsmengen berechnet. Der Voranschlag weist bei einem Betriebsertrag von 70,969 Millionen Franken und einem Aufwand von 66,615 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von rund 4,354 Millionen Franken aus. Die Verbesserung von rund 0,7 Millionen Franken ist hauptsächlich auf den Kommunikationsbereich zurückzuführen. Dieser soll sowohl personell als auch mit zwei regionalen Stützpunkten (Flawil und Wattwil) weiter verstärkt werden, um dem steigenden Bedarf an Unterstützung und den hohen Umsatzerwartungen gerecht werden zu können. Sowohl bei der Stromversorgung als auch bei der Gasversorgung bewegt sich die prognostizierte Marge auf Vorjahresniveau.

Gemäss dem geltenden TBW-Abgeltungsmodell entrichten die TBW im Jahr 2018 Abgaben in der Höhe von insgesamt rund 5,757 Millionen Franken an die Stadt Wil (Budget Vorjahr: 5,436 Millionen Franken). Nach Abzug der Abgaben an die Stadt Wil weist der TBW-Voranschlag 2018 demnach noch folgende Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsbereichen aus: Gasversorgung rund 1,905 Millionen Franken, Kommunikationsnetz rund 1,383 Millionen Franken, Elektrizitätsversorgung rund 0,513 Millionen Franken sowie Wasserversorgung rund 0,553 Millionen Franken. Ohne Abgaben an die Stadt Wil läge der Gewinn bei rund 10 Millionen Franken.

«Speziell zu erwähnen sind die Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien», sagte Stadtrat Daniel Meili. Als Stichworte nannte er die Massnahmen für ein Photovoltaik-Bürgermodell auf dem Dach des IGP Sportparks Bergholz, die Erhöhung des Anteils an Biogas beim Standard-Gasprodukt auf 20 Prozent und die laufende Unterstützung bei der Umstellung von Anwendungen mit fossilen Energieträgern.

«Zusammenfassend darf festgestellt werden, dass die TBW auch 2018 trotz des zunehmenden Wettbewerbs, des stärkeren Preisdrucks und den Ausgaben zur Vorbereitung auf die anstehenden Liberalisierungen der Energiemärkte wiederum ein sehr positives Budgetergebnis vorlegen können», betonten Daniel Meili und TBW-Finanzchef Goar Schweizer.

Das Investitionsbudget sieht einen Gesamtbetrag von rund 11,471 Millionen Franken vor (Vorjahr: 10,856 Millionen Franken). Davon entfallen rund 70 Prozent auf die Erneuerung der Verteilanlagen.

Für das geplante Fernwärmenetz sind Projektierungskosten von 1,3 Millionen Franken enthalten. Mit den erhaltenen Durchleitungsrechten in den Gemeinden Kirchberg und Rickenbach ist das Projekt laut Daniel Meili auf der politischen Ebene auf Kurs. Er geht davon aus, dass sich das Stadtparlament im zweiten Quartal 2018 mit dem Projektierungskredit befassen wird. Gebaut werde aber frühstens ab dem Jahr 2020. Das Ziel: Günstiger sein als das Heizen mit Öl. (sk/hs)