Tatort: Schwägalp

Für den Sonntagabend-Krimi «Tatort» werden auf der Schwägalp einige Szenen gedreht. Rund 90 Personen vom Südwestdeutschen Rundfunk sind anwesend. Die Dreharbeiten laufen in der Nähe von Altstätten weiter.

Bruno Eisenhut
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SCHWÄGALP. Die Leiche eines Jungen wird im See gefunden. Daraufhin beginnen für die Tatortkommissare Klara Blum und Kai Perlmann die Ermittlungen. Die Spur führt sie von der Bodenseeregion auf die Schwägalp. Dort versucht der mutmassliche Täter, den Kommissaren ein Schnippchen zu schlagen.

24 Tage für einen «Tatort»

Die Crew des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) nimmt die Terrasse des Berghotels Schwägalp am Montagnachmittag in Beschlag. Es herrscht emsiges Treiben. Rund neunzig Personen seien angereist, erklärt Gust Broger, Projektverantwortlicher der Säntis-Schwebebahn AG. Die Szene, in der Kommissarin Klara Blum (Eva Matthes) aus einem Auto steigt und sich in das Postauto begibt, wird unzählige Male wiederholt. Zuerst als Probelauf, dann für die Aufnahmen. Die gedrehte Szene wird später mitten in der Serie zu sehen sein. Produktionsleiter Dieter Streck verfolgt die Dreharbeiten aus der Ferne. Gesamthaft dauern die Aufnahmen für diese «Tatort»-Serie 24 Drehtage, erklärt er. Zwei Tage länger als üblich, weil viele Kinder darin vorkommen. Die Innenszenen wurden zuvor aufgenommen. Das Budget für die Serie betrage rund 1,4 Millionen Euro. Dies entspreche in etwa den durchschnittlichen «Tatort»-Kosten. Merklich teurer werde es, wenn viele Actionszenen zu drehen seien, so der Produktionsleiter.

Gelassenheit und Nervosität

Kurz vor Beginn der Dämmerung weicht das gelassene Schaffen des Kamerateams, des Regisseurs und auch der Schauspieler der Nervosität. Die Dreharbeiten auf der Schwägalp müssen bis Montagabend abgeschlossen sein, ein zusätzlicher Tag ist nicht eingeplant. Die benötigten Schauspieler und Komparsen werden jeweils frühzeitig gebucht, so Dieter Streck. Bei einem Grossaufgebot, wie am Montag auf der Schwägalp, werde die Terminplanung zu einer Herausforderung.

Urnäscher mit Statistenrolle

Nebst professionellen Schauspielern kommen Einheimische zu einem Auftritt im Sonntagabend-Krimi. Die Männer der «Alpinen Rettung Ostschweiz» bewegen sich zusammen mit unzähligen Polizisten rund um ein Postauto. Für diese Szene begeben sie sich immer und immer wieder zurück auf ihre Ausgangsstellung und gehen, streng nach Instruktion, auf Geheiss des Regisseurs an der Kamera vorbei. Trotz des Fernsehauftritts halte sich die Nervosität in Grenzen, erklärt der einheimische Hampi Schoop als örtliches Mitglied der Rettungstruppe. Die Rolle als Statist sei einfach, Vorkenntnisse brauche es dazu keine. Die Dreharbeiten gehen heute zwischen Altstätten und dem Stoss weiter. In einem Bunker werden während der ganzen Woche weitere Szenen gedreht, bevor die Arbeiten in Deutschland vollendet werden.

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