Tarif wird moderat erhöht

19 der 23 Delegierten des Zweckverbandes Wasserversorgung KiBaLü liessen sich am Donnerstagabend in der «Rose» Müselbach über das vergangene Geschäftsjahr informieren.

Beat Lanzendorfer
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Die Protagonisten der Delegiertenversammlung, von links: René Rüttimann, Betriebsleiter, Christoph Häne, Präsident, und Reto Rüesch, Finanzen. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die Protagonisten der Delegiertenversammlung, von links: René Rüttimann, Betriebsleiter, Christoph Häne, Präsident, und Reto Rüesch, Finanzen. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

MÜSELBACH. Christoph Häne, Präsident des Zweckverbandes, ging in seinen einleitenden Worten auf vier Schlüsselereignisse des vergangenen Jahres ein. «Die Regierung in St. Gallen liess das Wasserversorgungsleitbild aus dem Jahr 2000 überarbeiten. Das neue Leitbild zeigt, dass die erschlossenen Wasserressourcen den kantonsweiten Wasserbedarf auch in Zukunft abdecken. Einzig in Spitzenzeiten oder bei Störfällen besteht die Gefahr von Wasserknappheit. Ein höchst unerfreuliches Ereignis war hingegen die Wasserverschmutzung im Sommer in Le Locle. Und weiter: «Der Hitzerekord im Sommer übertraf sogar jenen aus dem Jahr 2003. Langfristig gilt es, die unterfinanzierte Wasserinfrastruktur zu stärken, damit die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.» Erfreut zeigte er sich, dass die Bürger der Dorfkorporationen in Gähwil, Müselbach und Dietschwil die Zustimmung zur Inkorporation erteilten. Ebenso erfreulich der «Tag der offenen Tür» anlässlich der offiziellen Eröffnung des Quellwasserpumpwerks Altbach.

Die wichtigsten Geschäfte

Der Verwaltungsrat beschäftigte sich in den vier Sitzungen schwerpunktmässig mit den grossen Investitionen für das neue Reservoir im Chamm, dem Quellwasserpumpwerk Altbach sowie mit der Transportleitung im Gebiet Nuetenwil. Im weiteren hat er sich für eine Preiserhöhung ab dem 1. Oktober 2016 (Beginn des Geschäftsjahres 2016/17) ausgesprochen. Den entsprechenden Antrag, das Trinkwasser um 10 auf 80 Rappen sowie den Preis des Brauchwassers um 5 auf 55 Rappen zu erhöhen, genehmigten die Delegierten einstimmig. Laut Informationen von Reto Rüesch, Leiter Finanzen und Administration der rwt (Regionalwerk Toggenburg AG), welche das Netz der KiBaLü betreibt, sind dadurch die nötigen Investitionen in den kommenden Jahren sichergestellt, ohne einen hohen Anteil an Fremdfinanzierung in Anspruch nehmen zu müssen.

Der Ertragsüberschuss fällt mit 192 000 Franken fast dreimal höher als budgetiert aus (67 000 Franken). Dies führt Christoph Häne auf den geringeren Aufwand beim Leitungsunterhalt zurück. Zudem wurden beim Wasserverbrauch mehr Erträge generiert. Der Ertragsüberschuss fliesst dem Eigenkapital zu. Die Investitionen schlagen mit 1 660 000 Franken zu Buche. Im Voranschlag waren dafür gut zwei Millionen Franken vorgesehen. Weil Rechnungen teilweise noch nicht eingegangen sind, könnte sich der Wert aber noch erhöhen. Der Zweckverband hat für das Geschäftsjahr 2015/16 Investitionen von rund 1 500 000 Franken vorgesehen. Diese betreffen kleinere Leitungsverlegungen wegen verschiedener Bauvorhaben, die Fertigstellung des Reservoirs und Stufenpumpwerks im Chamm sowie das Ersetzen vom Mess- und Abgabeschacht in Nuetenwil. Darüber hinaus sind Leitungserneuerungen im Gebiet Feldheim- und Ifangstrasse im Zusammenhang mit der Fernwärme in Bazenheid vorgesehen. Der Hitzesommer beschäftigte am 8. Juli auch die Nachrichtensendung «10 vor 10», die sich des Themas annahm und aufzeigte, was passiert, wenn die Zeichen der Zeit nicht erkannt werden und die Wasserkorporationen den Unterhalt ihres Leitungssystems vernachlässigen.

Anschliessend war es rwt-Betriebsleiter René Rüttimann, der anhand von Grafiken darstellte, welchen Einfluss die Trockenheit der letzten Monate auf die Quellleistungen des KiBaLü-Netzes hat (siehe Befragt).

Vorhandenes Notfallkonzept

Er rief in Erinnerung, welche Massnahmen zu treffen sind, wenn das Trinkwasser verunreinigt ist. «Ich wünsche uns, dass wir nie auf das Notfallkonzept zurückgreifen müssen, möchte aber allen mitteilen, dass ein solches existiert.»

Abschliessend zeigte er Bilder des neu erstellten Wasserreservoirs im Chamm und beendete den offiziellen Teil mit dem Hinweis: «Wir führen im nächsten Frühjahr einen Tag der offenen Tür durch.»

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