«Tag der offenen Alpkäserei»: Der Käser ohne Papiere

Appenzellerland Tourismus AI hat ein neues Käsewickelpapier kreiert. Angekommen ist es noch nicht überall.

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«Ein spezielles Käsepapier? Davon weiss ich nichts», sagt der junge Mann, als er den Käse in einem transparenten Plastiksack aushändigt. Lediglich ein Aufkleber verrät, dass das Produkt von der Seealpkäserei stammt. Dabei hätten sonntags, am «Tag der offenen Alpkäserei», laut Appenzellerland Tourismus AI alle acht Alpkäsereien im Alpstein mit einem speziellen Käsewickelpapier ausgestattet sein sollen.

Die Kreation sei eine Aktion, um den «Tag der offenen Alpkäserei» attraktiver zu gestalten, und sollte danach an Messen und Märkten Verwendung finden, hiess es im Vorfeld in einer Medienmitteilung. «Da müssen Sie meinen Vater fragen, vielleicht weiss der mehr», sagt der Mann im Laden der Seealpkäserei. Doch der Vater sowie die Mutter des freundlichen Verkäufers sind anderweitig beschäftigt.

Daniela und Hans Gmünder-Gollbach stellen gerade Seealpkäse her und beantworten gleichzeitig Fragen von Schaulustigen, die einen Blick in die Käserei werfen. Die vier Besucher, allesamt Österreicher, haben keine Ahnung davon, dass gerade «Tag der offenen Alpkäserei ist». Sie haben am Seealpsee übernachtet und die Käserei auf ihrem Morgenspaziergang entdeckt. Wenig überraschend wissen die vier auch nichts vom neuen Käsepapier. Halb so schlimm, denken sie sich, ist doch der Inhalt immer noch wichtiger als die Verpackung. (pw)