Täglicher Mehraufwand

Bedauerlicherweise mussten alle ländlichen Regionen im Kanton St. Gallen, darunter auch das oberste Toggenburg, den verheerenden Entscheid der Annahme des neuen Steuergesetzes zur Kenntnis nehmen.

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Bedauerlicherweise mussten alle ländlichen Regionen im Kanton St. Gallen, darunter auch das oberste Toggenburg, den verheerenden Entscheid der Annahme des neuen Steuergesetzes zur Kenntnis nehmen. Die Beschränkung des Pendlerabzuges auf den Preis eines GA hat zur Folge, das Einwohner der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen sollten. In den letzten Tagen musste ich aber mit Schrecken feststellen, dass beim neuen Fahrplanwechsel die Abfahrtszeiten Richtung Nesslau erneut um vier Minuten zurückgeschraubt bzw. beim Rückweg nach hinten geschoben werden, so dass sich die Wartezeit in Nesslau nochmals erhöht. Dies ergibt beispielsweise einen Zeitaufwand für die Strecke von Unterwasser nach Wattwil von 52 Minuten. Laut Routenplaner beträgt die Strecke mit dem Auto 27 Minuten. Daraus folgt ein täglicher Mehraufwand für den Arbeitsweg von 50 Minuten, total 1 Stunde und 44 Minuten (davon 30 Minuten Wartezeit in Nesslau). Trotzdem handelt es sich um einen Volksentscheid, welcher akzeptiert werden muss. Enttäuschend ist aber die erneute Verlängerung der Wartezeit in Nesslau auf 15 Minuten. Durch die Unterstützung des Bundes sollten auch ländliche Regionen der Schweiz gut ans ÖV-Netz angeschlossen werden. Stattdessen wird das oberste Toggenburg, nachdem schon letztes Jahr die Wartezeit in Nesslau verlängert wurde, erneut geschädigt. Dies macht den öffentlichen Verkehr für Schüler einer weiterführenden Schule, Arbeitsplatzpendler und auch Touristen, die unsere Region besuchen, äusserst unattraktiv.

Lukas Huber Sändliweg 1, 9657 Unterwasser

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