Tabuthema Inkontinenz

WATTWIL. In seinem Referat zum Thema Inkontinenz betonte Frank Liedke, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe der SRFT, dass Harninkontinenz nicht nur Frauen, sondern auch Männer betreffe, er aber nur die gynäkologische Position erläutern werde. «Harninkontinenz betrifft sehr viele Frauen.

Urs M. Hemm
Merken
Drucken
Teilen

WATTWIL. In seinem Referat zum Thema Inkontinenz betonte Frank Liedke, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe der SRFT, dass Harninkontinenz nicht nur Frauen, sondern auch Männer betreffe, er aber nur die gynäkologische Position erläutern werde. «Harninkontinenz betrifft sehr viele Frauen. So sind es beispielsweise bei den über 50-Jährigen bereits 45 Prozent», führte Liedke aus. Dennoch werde sehr wenig über dieses Problem gesprochen. Dies, obwohl Harninkontinenz das tägliche Leben nachhaltig beeinflusse. «45 Prozent aller betroffenen Frauen fühlen sich in ihren Freizeitaktivitäten eingeschränkt. Es kann aber auch negative Auswirkungen auf den beruflichen Alltag sowie Partnerschaft oder das Familienleben haben», sagte er.

Als Ursachen nennt Frank Liedke unter anderem die Geburt, obwohl nur bis zu einem gewissen Mass. Denn nachweislich würden auch Nonnen unter Harninkontinenz leiden. Weitere Gründe können Übergewicht und auch das Rauchen sein.

Behandlungsmöglichkeiten sind unter anderem das Beckenbodentraining. Harninkontinenz lasse sich aber auch mit Medikamenten, damit jedoch weniger nachhaltig behandeln. «Operative Eingriffe sind wirklich nur die letzte Konsequenz, wenn alles andere nicht geholfen hat», betonte Frank Liedke.