SVP Wattwil ist gegen den Lehrplan 21

An der Hauptversammlung der SVP Wattwil stellte sich Linus Thalmann als Nationalratskandidat vor und Sarah Bösch referierte über den Lehrplan 21. Linus Thalmann berichtete über seine Ziele und den Mangel an Unternehmern im Kantonsrat und im Parlament.

Hansueli Hofer
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Referentin Sarah Bösch und Hansueli Hofer, Präsident. (Bild: pd)

Referentin Sarah Bösch und Hansueli Hofer, Präsident. (Bild: pd)

An der Hauptversammlung der SVP Wattwil stellte sich Linus Thalmann als Nationalratskandidat vor und Sarah Bösch referierte über den Lehrplan 21.

Linus Thalmann berichtete über seine Ziele und den Mangel an Unternehmern im Kantonsrat und im Parlament. Gerade mal zwölf von 120 Kantonsräten im Kanton St. Gallen haben als Unternehmer Ende Monat den Angestellten den Lohn zu bezahlen. Nicht besser ist es im Bundesparlament. Leider sind Unternehmer heute derart beschäftigt mit den Unternehmen und der zunehmenden Verbürokratisierung durch den Staat, dass sie sich kaum mehr zur Verfügung stellen für ein öffentliches Amt. Linus Thalmann forderte auch dazu auf, Unterschriften zu sammeln für die Beibehaltung des Pendlerabzuges, weil es gerade Regionen wie das Toggenburg besonders treffen würde. Der geschäftliche Teil konnte zügig erledigt werden. Der Präsident, Hansueli Hofer, schaute kurz zurück auf das verflossene Jahr mit wiederum zwei Grossanlässen. Einerseits die Churfirstentagung am 2. Mai 2014 und die 1.-August-Feier 2014 mit Christoph Blocher auf dem Ricken. In guter Erinnerung bleibt auch der Anlass für die Kanti Wattwil am 12. November im Thurpark. Damals wurde alles gesagt, was gesagt werden musste, erfreulicherweise hat die Regierung jetzt so entschieden, wie wir Toggenburgerinnen und Toggenburger das wünschten, ein Entscheid, der in jeder Hinsicht richtig ist; das freut die SVP riesig. Im Anschluss an die Hauptversammlung referierte Sarah Bösch über die Integration und den Lehrplan 21. Sarah Bösch ist Stadtparlamentarierin in Wil, wurde als Kleinkind adoptiert und ist in St. Gallen aufgewachsen. Bösch ist Mutter einer 3jährigen Tochter, ledig, Fachfrau im Behindertenbereich und Jungunternehmerin. Sie ist Mitglied in verschiedenen Kommissionen und Vereinen wir der SVP- Bildungskommission Schweiz, Mitglied Fachkommission Bildung SG oder Mitglied im Verein starke Volksschule.

Freudig konnte sie berichten von der eingereichten Volksinitiative für den HarmoS-Ausstieg, sie war die Koordinatorin der Unterschriftensammlung im Kanton St. Gallen. Statt der benötigten 4000 Unterschriften konnten über 7000 beglaubigte Unterschriften eingereicht werden, ein starkes Zeichen für den HarmoS-Ausstieg und für eine starke Volksschule St. Gallen ohne Lehrplan 21. Es sei kompliziert, erklärte Sarah Bösch, weil St. Gallen schon HarmoS beigetreten sei. So muss der Kanton zuerst aus dem HarmoS aussteigen, und erst nachher kann der Lehrplan 21 bekämpft werden. Grosse Sorge bereitet Sarah Bösch die zunehmenden Einflüsse von Unesco und UNO auf die Schweiz. Das Land dürfe sich das Bildungssystem nicht von aussen diktieren lassen. Die SVP bekämpfe zu Recht den EU-Beitritt. In Deutschland wurde festgestellt, dass die Schüler die Schule geschafft hätten, aber der Arbeitswelt nicht gewachsen wären, und genau dies sei es, was auch Schweizer Unternehmer und Ausbildende feststellten. Die Gründe seien vielfältig, aber der Lehrplan 21 würde das Problem noch verschärfen. Gestärkt durch den Entscheid der Delegierten der SVP Schweiz, den Lehrplan 21 abzulehnen, nannte Sarah Bösch die Gründe gegen den Lehrplan 21. An der Delegiertenversammlung vom 28. Februar legten sich die sieben SVP-Bildungsdirektoren «ins Zeug» für den Lehrplan 21. Ebenso legten sich Unternehmer und Ausbildende «ins Zeug» gegen den Lehrplan 21. Die Unternehmer gewannen die Abstimmung. Gründe für die Ablehnung ist die neue Kompetenzorientierung und das selbstorganisierte Lernen. Das Fremdsprachenkonzept ist unter Berücksichtigung der vielen verschiedenen Muttersprachen der Schülerinnen und Schüler durch die grosse Einwanderung sehr schwer umzusetzen. Das Abc und das 1x1 werden vernachlässigt, was verheerende Folgen auf Sprache und Mathematik hat. Dazu kommt die geplante Sexualisierung ab Kindergarten. Trotz den vielen Sorgen blieben die Mitglieder und Gäste noch länger in geselliger Runde.

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