SVP sieht Freiheit in Gefahr

Am Freitag fand die 23. Ausgabe der Churfirstentagung der SVP statt. Als Referent sprach der Berner Nationalrat Albert Rösti, der sich für mehr Freiheit und weniger Bürokratie stark machte.

Stefan Feuerstein
Drucken
Teilen
Toni Brunner (links), Präsident SVP Schweiz, sowie SVP-Nationalrat Albert Rösti richteten an der Churfirstentagung deutliche Worte ans Publikum. (Bild: Stefan Feuerstein)

Toni Brunner (links), Präsident SVP Schweiz, sowie SVP-Nationalrat Albert Rösti richteten an der Churfirstentagung deutliche Worte ans Publikum. (Bild: Stefan Feuerstein)

WATTWIL. Die diesjährige Churfirstentagung stand ganz im Zeichen der «fast wichtigsten Abstimmung überhaupt», wie es Präsident SVP Schweiz, Toni Brunner, ausdrückte. Er prangerte einige Missstände in der derzeitigen Regierung an, die es an den National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober zu beheben gelte: «So wie es jetzt ist, geht es einfach nicht.» Mit der Wahl zahlreicher SVP-Mandatsträger ins Parlament könne jedoch ein Wandel in Gang gebracht werden. Nun gelte es, das politische Interesse der Bevölkerung zu wecken und sie zur Wahl zu animieren.

Kandidaten stellen sich vor

Im Anschluss an Brunners Ausführungen zur nationalen Politik stellten sich die Kandidatin und die Kandidaten für die kommenden National- und Ständeratswahlen vor. Neun der insgesamt zwölf im Kanton St. Gallen zur Wahl Stehenden traten am Freitag vors Publikum und verdeutlichten, welche Schwerpunkte sie bisher setzten und wofür sie sich im Parlament stark machen wollen. Insbesondere Themen wie die Asylpolitik, die wachsenden Ausgaben des Bundes sowie die laufend steigende Zahl staatlicher Regelungen kamen mehrmals zur Sprache, da hier grosser Handlungsbedarf herrsche. Ein Grossteil der Kandidaten stimmte denn auch deutlich zu, als Albert Rösti in seinem Referat die Frage «Freiheit in Gefahr?» aufwarf.

SVP will Einhalt gebieten

Der Berner SVP-Nationalrat kritisierte das derzeitige Vorgehen in Bundesbern scharf. An für die Schweiz zentralen Werten wie der direkten Demokratie, dem liberalen Arbeitsmarkt oder der tiefen Staatsquote werde gesägt: «Wenn wir diesem Prozess nicht Einhalt gebieten, sind unsere Freiheit und damit auch der Wohlstand bedroht.» Aus diesem Grund setze die SVP in ihrem Wahlkampf die Freiheit ins Zentrum.

Referat mit Christoph Blocher

Nachdem die Churfirstentagung im letzten Jahr erstmals nicht in Ebnat-Kappel stattfand, war die SVP des Kantons St. Gallen heuer erneut im Wattwiler Thurpark zu Gast. Entgegen einer Ankündigung aus 2014 wurde die neu begonnene Tradition, einen Gastkanton zur Tagung einzuladen, jedoch nicht fortgesetzt. Wie der Wattwiler SVP-Präsident Hansueli Hofer erklärte, habe man aufgrund der diesjährigen Wahlen vorerst auf eine Einladung verzichtet: «Ein weiterer Programmpunkt hätte den zeitlichen Rahmen unseres Anlasses gesprengt. Dass im kommenden Jahr ein Gastkanton teilnehmen wird, ist jedoch bereits fest geplant.» Nach dem Anlass vom vergangenen Freitag organisiert die SVP Wattwil am Freitag, 12. Juni, erneut ein öffentliches Referat. An diesem Tag wird alt Bundesrat Christoph Blocher unter dem Titel «Der schleichende EU-Beitritt – nein danke!» zum Publikum sprechen.

Hansueli Hofer Präsident SVP Wattwil

Hansueli Hofer Präsident SVP Wattwil

Aktuelle Nachrichten