SVP fordert Aus für Asylzentrum

Herisau Seit April dieses Jahres ist Herisau Standort eines Bundesasylzentrums für bis zu 100 Asylbewerber. Die SVP Herisau schreibt in einer Mitteilung, dass bei der Eröffnung die Massnahme als provisorisch bis Mitte Dezember 2016 angekündigt worden sei.

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Herisau Seit April dieses Jahres ist Herisau Standort eines Bundesasylzentrums für bis zu 100 Asylbewerber. Die SVP Herisau schreibt in einer Mitteilung, dass bei der Eröffnung die Massnahme als provisorisch bis Mitte Dezember 2016 angekündigt worden sei. Sie fordere schon heute mit Nachdruck, dass dieses Versprechen eingehalten und das Asylzentrum Ende Jahr definitiv geschlossen werde, unabhängig von der Entwicklung der Flüchtlingssituation.

Die im Frühjahr eröffnete Anlage beim Spital Herisau sei spätestens seit Ende der Sommerferien mit der vorgegebenen Maximalanzahl von 100 Asylbewerbern voll besetzt. «Da allein jetzt schon von den insgesamt rund 400 Flüchtlingen auf Kantonsgebiet 225 in Herisau leben (dies entspricht einem Anteil von 56 Prozent), ist ein Bundesasylzentrum mit 100 Personen für ein Dorf unserer Grösse klar überproportional und bringt negative Folgeerscheinungen mit sich.» Auf den öffentlichen Plätzen sei häufig eine Ballung von grösseren Personengruppen mit den entsprechenden Emissionen festzustellen. In der Bevölkerung führe das immer wieder zu Verunsicherung, die Zahl der Reklamationen über Zwischenfälle häufe sich. «Für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Herisau ist ein Asylzentrum dieser Grösse ein klarer Nachteil», heisst es weiter. Für die SVP Herisau stehe deshalb fest, dass die Schliessung des Asylzentrums Mitte Dezember definitiv erfolgen müsse. «Die Möglichkeit eines Weiterbetriebs oder einer späteren Wiedereröffnung ist klar abzulehnen.» Die Gemeinde Herisau habe in den vergangenen Monaten einen überdurchschnittlichen Anteil an die Bewältigung der Flüchtlingssituation im Kanton geleistet. Sollte weiterhin Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten bestehen, seien die anderen Ausserrhoder Gemeinden stärker in die Verantwortung zu nehmen. (pd)