«SVP bi de Lüt» in Lichtensteig

Die St. Galler SVP tourt momentan mit dem Anlass «SVP bi dä Lüt» durch die kantonalen Wahlkreise. Die Lichtensteiger SVP meldete ihr Interesse an, den Anlass für das Toggenburg ins Städtli zu holen, und die Kreispartei zeigte sich damit einverstanden.

Roman Hug Präsident Svp Lichtensteig
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Der Anlass der SVP fand in Lichtensteig auf dem Goldenen Boden statt. (Bild: pd)

Der Anlass der SVP fand in Lichtensteig auf dem Goldenen Boden statt. (Bild: pd)

Die St. Galler SVP tourt momentan mit dem Anlass «SVP bi dä Lüt» durch die kantonalen Wahlkreise. Die Lichtensteiger SVP meldete ihr Interesse an, den Anlass für das Toggenburg ins Städtli zu holen, und die Kreispartei zeigte sich damit einverstanden.

Der Sinn dieser Wahlkampftournee ist, dass die SVP Kandidatinnen und Kandidaten der eidgenössischen Wahlen in den direkten Kontakt mit dem Wählervolk treten können. Am Donnerstagnachmittag begannen die Einrichtungsarbeiten im Goldenen Boden Lichtensteig. Ein besonderer Blickfang war eine antike Schnapsbrennerei auf Rädern von Franz Stillhart aus Dietfurt. Dieses Objekt passte perfekt zwischen die historischen Gemäuer des Städtchens. Daneben wurden ein Buffettisch und ein Grill plaziert. Die Kantonalpartei parkte einen speziell für den Wahlkampf angefertigten und eingerichteten Dreirad-Piaggio. Dieser enthielt diverses Werbematerial. Leider wurde der Piaggio in einer kurzen unbeaufsichtigten Phase von einem Chaoten mit Farbe verwüstet. Diese Respektlosigkeit konnte jedoch noch vor Beginn der Veranstaltung beseitigt werden.

Pünktlich um 18.30 Uhr trafen die ersten Gäste ein und wurden gratis mit Würsten, Getränken und Schlorzifladen verköstigt. Sehr erfreulich war, dass schon früh alle Tische voll besetzt waren und regelrecht Hochbetrieb herrschte. Das Interesse war unerwartet hoch, denn die Kandidaten waren pausenlos umringt und führten interessante Gespräche. Trotz der herbstlichen Kälte verweilten viele Besucher längere Zeit und genossen die tolle und friedliche Stimmung.

Paul Scheiwiller, Walter Freund, Lukas Reimann und Lokalmatador Linus Thalmann waren die anwesenden Nationalratskandidaten. Schwergewichtig aber diente der An-lass dem SVP Ständeratskandidaten Thomas Müller. Dieser richtete sich mit einem kurzen Referat an die Gäste. Thomas Müller kritisierte die Reglementierungsdichte und die hohe Staatsquote der Schweiz und sah Potenzial, mit Vereinfachungen und Effizienzsteigerungen in diesem Bereich die Wirtschaft administrativ zu entlasten. So könnte die Euroschwäche etwas neutralisiert werden. Er führte aus, dass uns bereits beschlossene Abgaben noch zusätzlich treffen werden. Zum Beispiel die Erhöhung der CO2-Abgabe. Des weiteren verwies er darauf, dass mit Gratisanwälten für Asylsuchende die Ziele der beschlossenen Asylreform wohl kaum erreicht werden können und man für grössere Flüchtlingsanstürme, die auch die Schweiz treffen könnten, so nicht parat sei. Das Referat wurde mit einem wuchtigen Applaus abgeschlossen und verriet die Zustimmung des Publikums.

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