Suppe kochen seit 25 Jahren

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Michael Nolle
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Kirchenpräsident Walter Hofstetter ehrte Elvina Krähemann dafür, dass sie seit 25 Jahren die Suppe für den Suppentag zubereitet. (Bild: PD)

Kirchenpräsident Walter Hofstetter ehrte Elvina Krähemann dafür, dass sie seit 25 Jahren die Suppe für den Suppentag zubereitet. (Bild: PD)

Am Sonntag feierten die Kirchen in Wildhaus ihren Suppentag. Die Gläubigen versammelten sich in der Taufkirche Zwinglis, um gemeinsam über das Thema der diesjährigen Kampagne – Land Grabbing – nachzudenken.

Eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit. Indios und Kleinbauern wird das Land «geraubt», meistens um riesige Palmölplantagen anzupflanzen. Jedoch ist man dieser Realität nicht einfach ausgeliefert. Zivilgesellschaftliches Engagement und der Versuch, auf palmölhaltige Produkte zu verzichten, können schon ein guter Anfang sein.

Das anschliessende gemeinsame Suppenessen an diesem kleinen Ort atmet eine Solidarität, die man sich weltweit wünscht. Und ein sehr volles Spendenkörbchen zeigt dies nochmals. Die Veranstalter, die beiden Kirchgemeinden von Wildhaus, sind sehr dankbar über einen so guten Besuch, war doch das MZG Chuchitobel annähernd voll. Ja, man musste, da man mit nur 150 Besuchern rechnete, noch etliche weitere Tische aufstellen. Kirchenpräsident Walter Hofstetter durfte am Ende der Veranstaltung noch Elvina Krähemann ehren. Sie kocht inzwischen seit über 25 Jahren die Suppe für diesen Anlass. Die Geehrte freut sich sichtlich über die Überraschung, aber sicher auch darüber, dass die Suppe so vielen geschmeckt hat.

Michael Nolle