Sturm Niklas verursachte nur wenige Schäden

TOGGENBURG. In mehreren Teilen der Schweiz hat der Sturm Niklas im März grosse Schäden angerichtet. Auf dem Säntis wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 147 Stundenkilometern gemessen. Das Toggenburg kam glimpflich davon.

Christiana Sutter
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Beim Laui-Beizli fielen zwei alte Tannen dem Sturm zum Opfer. (Bild: Christiana Sutter)

Beim Laui-Beizli fielen zwei alte Tannen dem Sturm zum Opfer. (Bild: Christiana Sutter)

TOGGENBURG. In mehreren Teilen der Schweiz hat der Sturm Niklas im März grosse Schäden angerichtet. Auf dem Säntis wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 147 Stundenkilometern gemessen. Das Toggenburg kam glimpflich davon.

Verwirbelte Winde

Das Toggenburg wurde gemäss Aussage von Christof Gantner nicht gross in Mitleidenschaft gezogen. «Im Obertoggenburg hat der angekündigte Orkan Niklas einige Schäden verursacht.» Beispielsweise in der Laui, oberhalb Unterwassers, hat es zwei alte Tannen abgedreht. «Das war eine Überraschung», sagte der Regionalförster, «denn die Bäume waren schon alt und haben schon viele Stürme überlebt.» Auch im Raum Wattwil, Hemberg und St. Peterzell verursachte «Niklas» einige Schäden. Das Ausmass der Schäden sei im Vergleich zu den bayrischen Alpen – wo der Hauptzug durchfegte – sehr gering. Wie es zu solchen punktuell intensiven Zerstörungen kommen kann, erklärte der Regionalförster wie folgt: «Die Winde kommen bei solchen Stürmen oft aus verkehrten Richtungen und sind verwirbelt.» Die Kräfte, die dadurch entwickelt werden, können die Bäume abdrehen.

Kontrolle des Fallholzes

Gemäss Christof Gantner wurde der Sturm angekündigt. Auf der Homepage des Bundes www.naturgefahren.ch wurde bereits am 29. März auf stürmische Westwinde hingewiesen. «Später wurde <Niklas> sogar in einen Orkan klassifiziert.» Auch die verschiedenen Wetter-Apps wiesen auf starke Winde hin und lösten regionale Sturmwarnungen aus.

Christof Gantner sagte, dass jetzt die Waldbesitzer zusammen mit den Förstern das liegende Holz auf Borkenkäfer kontrollieren müssen, «denn Fallholz bietet gutes Brutmaterial für Borkenkäfer».