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Stunden werden nicht gezählt

Die Zentrumsgemeinde war am Sonntag Gastgeber des Nordostschweizer Schwingfestes. 6100 Schaulustige waren Gast des vom Schwingclub Wattwil mit Unterstützung des örtlichen Turnvereins organisierten Grossanlasses.
Beat Lanzendorfer
Die Schwingarena auf der Grüenau war nach 1993 zum zweitenmal Austragungsort eines Nordostschweizer Schwingfestes. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die Schwingarena auf der Grüenau war nach 1993 zum zweitenmal Austragungsort eines Nordostschweizer Schwingfestes. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

WATTWIL. Der Schwingclub hatte sich im Jahr seines 75jährigen Bestehens mit der Organisation des Nordostschweizer Schwingfestes quasi selber beschenkt. Das Geschenk kam allerdings in Form von viel Arbeit, die vor Monaten begann und letzte Woche ihrem Höhepunkt zusteuerte. Mehrere hundert Helferinnen und Helfer waren nötig, um einen Anlass dieser Grössenordnung aus dem Boden zu stampfen. Er widerspiegelte auch, was ehrenamtlich alles möglich ist.

Riesige Genugtuung

Trotz allem, für OK-Präsident Jörg Abderhalden überwog am Ende des Tages die Genugtuung: «Es ist alles perfekt abgelaufen. Der Buebeschwinget vom Vortag war so etwas wie die Hauptprobe. Sicher war es richtig, dass wir den Boden vor dem Festzelt noch zusätzlich abdeckten. Weil das Wetter aber mitspielte und entgegen aller Vorhersagen kein Regen fiel, wäre diese Massnahme nicht einmal nötig gewesen.» Seine Freude brachte der dreifache Schwingerkönig auch bei seiner Festansprache zum Ausdruck: «Mit dieser Unterstützung war es leicht, das Schwingfest zu organisieren. Ich durfte mich auf ein perfekt eingespieltes Organisationskomitee verlassen. Im weiteren war die Unterstützung seitens der Politischen sowie der Schulgemeinde gross.» Auf die Frage, ob irgendetwas nicht nach seinem Gusto verlief, kam zuerst ein Stirnrunzeln, und dann: «Es gibt immer Verbesserungsmöglichkeiten, spontan kommt mir aber tatsächlich nichts in den Sinn.» Ehefrau Andrea, die im OK sämtliche Chargen abdeckte, die weniger gefragt waren, im Fachjargon hiess dies «Generalsekretariat», huschte bei der Frage, wie viele Stunden sie in den Anlass investierte, ein Lächeln über das Gesicht. «Ich habe es nie gezählt. Seit April, mit Beginn des Vorverkaufs, waren es aber täglich mindestens zwei Stunden.» Sie war es auch, die an jedes noch so kleine Detail dachte. Die sechs Schirme, welche für die Ehrendamen bestimmt waren und die sie vorsichtshalber bereitlegte, blieben aber unberührt im Schrank. Ausgepackt wurden hingegen die 500 NOS-Helfer-T-Shirts. Als sichtbares Zeichen für alle, die einen Beitrag zum Gelingen leisteten.

Dass in Wattwil etwas Einmaliges über die Bühne geht, war am Sonntagmorgen schon in aller Herrgottsfrühe sicht- und spürbar. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreiste, konnte in zehn Minuten zum Festgelände marschieren oder nahm einen der zahlreichen Extrabusse. Dort angekommen, erwartete gross und klein eine geballte Ladung Geschenke. Ob Sonnenbrille, Hut, Mütze oder weiche Sitzunterlage, die Sponsoren, die den Schwingern gut gesinnt sind, liessen sich nicht lumpen. Für die Feinverteilung waren Schülerinnen und Schüler zuständig.

Kein Dach über dem Kopf

Im Festgelände selber standen zwei riesige Tribünen. Der Clou: Auf ein Dach ist verzichtet worden. Die Verantwortlichen gingen davon aus, dass es am 26. Juni nicht regnet – sie sollten recht behalten. Ab kommenden Jahr gehören Tribünen mit Dach allerdings zur Standardausrüstung. Wann eine mit Dach in Wattwil steht, wissen zurzeit nur die Sterne. Vielleicht am 100-Jahr-Jubiläum des Schwingclubs.

Mehr Bilder und Text vom Schwingen auf den Seiten 33 und 34.

Andrea und Jörg Abderhalden leisteten mit einem Team von mehreren hundert Helferinnen und Helfern einen Kraftakt.

Andrea und Jörg Abderhalden leisteten mit einem Team von mehreren hundert Helferinnen und Helfern einen Kraftakt.

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