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Studie belegt hohe wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus' für Innerrhoden

Der Innerrhoder Detailhandel ist stark touristisch geprägt: 41 Prozent beträgt der Tourismusanteil an der Gesamtbeschäftigung. Selbst Ausflugsziele wie die Jungfrau-Region in Bern erreichen nicht solch hohe Werte.
Das Dorf Appenzell profitiert am meisten vom Einkaufstourismus. Bild: Mareycke Frehner.

Das Dorf Appenzell profitiert am meisten vom Einkaufstourismus. Bild: Mareycke Frehner.

Gäste geben im Kanton Appenzell Innerrhoden durchschnittlich 66 Franken pro Tag aus respektive 123 Millionen Franken pro Jahr. Das geht aus einer Wertschöpfungsstudie von Rütter Soceco, Rüschlikon, hervor, die der Kanton heute veröffentlichte.

Die wichtigste Erkenntnis: Der Tourismus ist von grosser Bedeutung für den Detailhandel. Bei diesem beläuft sich der Tourismusanteil an der Gesamtbeschäftigung auf 41,3 Prozent. Tourismusanteile in dieser Grössenordnung werden im Detailhandel ansonsten ausschliesslich in ausgeprägt touristischen Regionen wie beispielsweise der Jungfrau-Region (39,6 Prozent) im Kanton Bern gemessen. In weniger touristischen Regionen wie dem Kanton Solothurn (4,1 Prozent) ist der Tourismusanteil um ein Vielfaches tiefer.

Die touristisch begründeten Ausgaben im Detailhandel in Appenzell Innerhoden belaufen sich auf 58,3 Millionen, wovon 27,3 Millionen Franken dem Einkaufstourismus zugeschrieben werden. Der Detailhandel profitiert zudem von den Tagesgästen und den übernachtenden Gästen. Während die Tagesgäste 34 Prozent ihrer Ausgaben im Detailhandel tätigen, sind es bei den Übernachtungsgästen 8,5 Prozent. Dies entspricht durchschnittlich 18 Franken pro Tagesgast und elf pro Logiernacht. Die Umsätze des Detailhandels aus dem Tagestourismus belaufen sich auf 27,6 Millionen, bei den Übernachtungsgästen auf 3,4 Millionen Franken.

Der Detailhandel ist aber nicht als einziger vom Tourismus geprägt. Die Beherbergungsbetriebe und die Bergbahnen weisen mit Tourismusanteilen von 90 beziehungsweise 89 Prozent die höchsten Werte aus, die Restaurationsbranche immerhin noch ein Anteil von 71 Prozent. Die Land- und Forstwirtschaft leistet einen Anteil von 1,5, die Bauwirtschaft einen Anteil von 4,3 Prozent an die touristische Beschäftigung im Kanton. Die im Vergleich zu anderen touristisch geprägten Regionen eher geringen touristischen Wirkungen aus der Bauwirtschaft werden von den Studienverfassern dadurch erklärt, dass es in Appenzell Innerrhoden verhältnismässig wenig Ferienwohnungen gibt. Die Landwirtschaft ist massgeblich für die Gestaltung und Pflege der Kulturlandschaft verantwortlich. Die Gästebefragung ergab, dass die Attraktivität der Landschaft zu den Hauptgründen für den Besuch der Gäste gehört. (pd/asz)

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