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Stricker schafft Sprung in Ausserrhoder Regierung

HERISAU. Der parteiunabhängige Alfred Stricker wird neuer Regierungsrat in Appenzell Ausserrhoden. Stricker schaffte den Sprung in die von sieben auf fünf Sitze verkleinerte Regierung im ersten Wahlgang. Die vier bisherigen Mitglieder der Exekutive wurden im Amt bestätigt.
Ausserrhoder Regierung: Vier Bisherige sind bestätigt, neu ist Alfred Stricker. (Bild: uwf.)

Ausserrhoder Regierung: Vier Bisherige sind bestätigt, neu ist Alfred Stricker. (Bild: uwf.)

Die Wahlbeteiligung betrug 44 Prozent. Das beste Resultat erzielte Sicherheits- und Justizdirektor Paul Signer (FDP, bisher), der 14'762 Stimmen erhielt. Volks- und Landwirtschaftsdirektorin Marianne Koller-Bohl (FDP, bisher) kam auf 13'435 Stimmen, Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt (SP, bisher) auf 13'283.

Deutlich zurück, aber immer noch klar über dem absoluten Mehr, liegt Finanzdirektor Köbi Frei (SVP, bisher) mit 9995 Stimmen. Frei war im Zusammenhang mit einer Affäre um zu hohe Entschädigungen für den Verwaltungsrat des Ausserrhoder Spitalverbunds in die Kritik geraten.

Der neu in die Regierung gewählte Alfred Stricker aus Stein holte 9316 Stimmen. Der 1960 geborene Meisterlandwirt gehört als Parteiunabhängiger seit 2007 dem Kantonsrat an. Er wurde von der SVP unterstützt. Nicht gewählt sind Monica Sittaro (FDP) mit 6466 sowie Norbert Näf (CVP) mit 6284 Stimmen. Das absolute Mehr betrug 7445 Stimmen.

Doppelt historische Wahl
Die Ausserrhoder FDP verliert erstmals ihre absolute Mehrheit in der Regierung, die sie seit Bestehen des modernen Parteiensystems stets innehatte. Neu setzt sich die Exekutive aus zwei Mitgliedern der FDP, einem Sozialdemokraten, einem SVP-Vertreter und einem Parteiunabhängigen zusammen.

Bisher stellte die FDP fünf der sieben Regierungsmitglieder. Bau- und Umweltdirektor Jakob Brunnschweiler, Jürg Wernli (Departement Inneres und Kultur) sowie Bildungsdirektor Rolf Degen (alle FDP) kandidierten altershalber nicht mehr.

Mit Matthias Weishaupt wird erstmals ein Sozialdemokrat Ausserrhoder Landammann. Der 1961 geborene Weishaupt erhielt als einziger offizieller Landammann-Kandidat 11'129 Stimmen. SP-Kantonalpräsident Ives Noël Balmer sprach von einer "historischen Wahl".

Die SP ist laut Balmer seit 1913 in der Ausserrhoder Regierung vertreten. Mehrmals in der Vergangenheit kandidierten Sozialdemokraten fürs Landammannamt, sie wurden aber bis jetzt nie gewählt. (sda)

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