Stricker lädt sich nicht selbst ein – Näf schon

In diesem dritten Teil äussern sich die für den Ausserrhoder Regierungsrat Kandidierenden Monica Sittaro (FDP, Teufen), Alfred Stricker (pu, Stein) und Norbert Näf (CVP, Heiden) zu ihrem Umgang mit Netzwerken. Sämtliche Vernetzungen können auf den Websites der drei Personen nachgeschlagen werden.

Roger Fuchs
Drucken
Teilen
Der Aufbau eines Netzwerks ist herausfordernd. Monica Sittaro, Norbert Näf und Alfred Stricker gehen die Sache unterschiedlich an. (Bild: pd)

Der Aufbau eines Netzwerks ist herausfordernd. Monica Sittaro, Norbert Näf und Alfred Stricker gehen die Sache unterschiedlich an. (Bild: pd)

In diesem dritten Teil äussern sich die für den Ausserrhoder Regierungsrat Kandidierenden Monica Sittaro (FDP, Teufen), Alfred Stricker (pu, Stein) und Norbert Näf (CVP, Heiden) zu ihrem Umgang mit Netzwerken. Sämtliche Vernetzungen können auf den Websites der drei Personen nachgeschlagen werden.

«Ein Netzwerk ist dann gut, wenn es ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist», sagt Monica Sittaro. Zum Hindernis werden könnte ein solches nur dann, wenn beispielsweise bezogen auf ihre Situation, das Volk nur aufgrund ihrer Verbindungen zur FDP urteilen würde – «auch wenn ich selbstverständlich dazu stehe», sagt Sittaro. Sie gibt sich davon überzeugt, dass die Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder genau hinschauen würden, wer sie als Person sei und welche Kompetenzen sie mitbringe. Um das Netzwerk im Zuge des Wahlkampfes auszubauen, will Monica Sittaro zusammen mit ihrem Wahlkomitee in den nächsten Wochen in vielen Gemeinden einfache und volksnahe Begegnungsmöglichkeiten schaffen. «Gibt man den Leuten die Chance für echte Begegnungen, so ist dies keine Anbiederung», sagt die Regierungsratskandidatin.

Angesprochen auf die Wünsche und Forderungen ihres Netzwerkes, hält sie fest, dass dieses natürlich wolle, dass sie im Wahlkampf alles gebe. Versprechungen gebe sie grundsätzlich keine ab. Und wenn, dann nur solche, an denen sie gemessen werden wolle. Von daher könne ihre Aussage, sie werde sich mit Herzblut für den Kanton einsetzen, als Versprechen gewertet werden.

«Ich habe mein Netzwerk nicht im Hinblick auf eine Regierungsratskandidatur aufgebaut», sagt Alfred Stricker. Seine Beziehungen hätten sich im Laufe der Jahre aufgrund der Zusammenarbeit mit vielen Personen entwickelt und erweitert. Sich als Person in Szene zu setzen, steht für Alfred Stricker nicht im Vordergrund. «Deshalb lade ich mich auch nicht selber ein oder dränge mich gar auf. Ich nehme aber gerne auch Einladungen zu Veranstaltungen an, wo ich mit Gegenwind zu rechnen habe.»

Wünsche oder gar Forderungen aus seinem Netzwerk sind im Zuge der Kandidatur wenig an Stricker herangetragen worden. Dies sei auch richtig, sagt er und betont die Unabhängigkeit, die er als Parteiloser mitbringe.

Als störend hat Stricker sein Netzwerk noch nie erlebt, allerdings musste er bei diesem schon Überzeugungsarbeit leisten. Konkret nennt er die Reorganisation der Berufsbildung, die in bäuerlichen Kreisen zu Beginn wenig Anklang fand. «Ein gutes Netzwerk zeichnet sich aber dadurch aus, dass Meinungen und Argumente fair verhandelt werden können. Manchmal braucht es dann halt die Fähigkeit, sich aus einer gegenteiligen Position mit anderen Ansichten geradlinig und beharrlich auseinanderzusetzen», so Alfred Stricker.

«Der Aufbau eines Netzwerks war nicht immer nur meine Stärke», sagt Norbert Näf. Mittlerweile habe er aber gelernt, dass dies etwas Wichtiges sei. Doch statt an einem Apéro viele Visitenkarten zu sammeln und Kontakte einzufädeln, für deren Pflege man später sowieso keine Zeit habe, sei es ihm wichtiger, mit den Leuten über Konkretes ins Gespräch zu kommen. Seit der Bekanntgabe der Wahl hat Näf bewusst Zeit ins Netzwerken investiert. So habe er im Vorfeld öffentlicher Veranstaltungen Leute angefragt, ob sie bereit wären, ihn an Anlässe in deren Dorf zu begleiten. Beispielsweise besuchte Näf die Weihnachtsmärkte in Speicher und Schwellbrunn oder auch eine Veranstaltung der IG Neckertal in Schönengrund. Mit Anbiederung habe dies nichts zu tun, sagt er. Wichtig sei, authentisch zu bleiben. Bewusst habe er beispielsweise die Silvesterchlausen-Ausstellung in Urnäsch nicht besucht. «Auch wenn ich schätze, was die Leute dort auf die Beine gestellt haben, das ist Homeland von Alfred Stricker.» Hinderlich wurde Norbert Näf sein Netzwerk noch nie. Als einer mit «vielen Hüten» sei es aber wichtig, stets von Beginn weg zu sagen, welchen Hut er aufhabe oder andernfalls in den Ausstand zu treten.

Bild: Roger Fuchs

Bild: Roger Fuchs

Herisau, Appenzell Ausserrhoden, Schweiz, 6. November 2014 - Alfred Stricker im Studio. (Bild: Roger Fuchs)

Herisau, Appenzell Ausserrhoden, Schweiz, 6. November 2014 - Alfred Stricker im Studio. (Bild: Roger Fuchs)

Bild: Roger Fuchs

Bild: Roger Fuchs