Streit und Friedli, Schnyder und Stoff(el)

Z gegen Z heisst es heute abend. Zürich gegen Zug, fachspezifisch ausgedrückt ZSC Lions gegen EV Zug. Die Eishockeymeisterschaft der obersten Liga beginnt. Das erste Spiel der Saison ist ein Spiel der zweiten Runde. Solche Absurditäten gibt es im Schweizer Hockey.

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Z gegen Z heisst es heute abend. Zürich gegen Zug, fachspezifisch ausgedrückt ZSC Lions gegen EV Zug. Die Eishockeymeisterschaft der obersten Liga beginnt. Das erste Spiel der Saison ist ein Spiel der zweiten Runde. Solche Absurditäten gibt es im Schweizer Hockey. Z und Z sind dafür die harmonischsten Mannschaften der Liga: Bei den Zürchern spielen ein Schnyder und ein Stoff(el) gemeinsam. Und Zug zeichnet sich durch eine spezielle Kirchenverbundenheit aus: Es sind Zurkirchen, Christen und Chiesa unter Vertrag. Weniger fromm wird es morgen Freitag zu und her gehen, wenn Biels Streit und Ambris Schlagenhauf mit den Stöcken aufeinandertreffen. Der Genfer Friedli greift dagegen erst am Samstag ins Geschehen ein.

Tabellenunabhängig steht am 17. September der erste gigantische Höhepunkt der Meisterschaft auf dem Programm zwischen einem Riesen aus Rapperswil und einem Grossmann aus Davos. Auch Hürlimann, Bodenmann, Ulmann, Lindemann und Herren sind bis April Protagonisten des Puck-Spektakels. Bei so viel Männlichkeit wenig erstaunlich: Der Frauenanteil in den Eisstadien und vor den Fernsehgeräten ist sehr hoch.

Steht Ihnen persönlich im Moment der Sinn noch nicht nach gefrorenem Wasser, Schlittschuhen und Wintersport? Ökologisch statthaft ist zweifellos das Herbst-Duell zwischen Klotens Blum und Berns Gardner. Und Naturfreunde freuen sich auch auf Anfang Dezember: Dann spielen Ambris Bäumle und der Freiburger Birbaum gegeneinander wie auch Luganos Ulmer und Rapperswils Bucher. Auffällig: Jeder zweite NLA-Verein hat einen Bach (Blindenbacher, Breitbach) oder einen Berg (Schneeberger, Guggisberg, Kellenberger, Berger) im Kader. Ende September lautet die Partie Davos gegen Biel. Der Davoser mit der Nummer 32 heisst Untersander, der Bieler mit der Nummer 95 Wellinger. Sand? Wellen? Die Toscana ruft mich – trotz der Eishockeysaison.

Lukas Pfiffner

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