STRATEGIE: Teufen wächst munter weiter

Weil die Schülerzahlen massiv ansteigen, hat der Teufner Gemeinderat eine Studie zur Schulraumplanung in Auftrag gegeben. Erste Ergebnisse liegen nun vor.

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Im Sekundarschulhaus Hörli könnten nach dem Umzug in den Neubau die Primarschule und Tagesstrukturen Platz finden. (Bild: Karin Erni)

Im Sekundarschulhaus Hörli könnten nach dem Umzug in den Neubau die Primarschule und Tagesstrukturen Platz finden. (Bild: Karin Erni)

Über 70 Personen waren am Dienstagabend zur Orientierungsversammlung im Teufner Lindensaal erschienen. Auf der Traktandenliste stand nebst dem Voranschlag 2018 vor allem die Schulraumplanung. Schulpräsidentin Ursula von Burg präsentierte die Ergebnisse einer Studie, welche die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte, und die Strategie der Schulkommission. Es habe sich gezeigt, dass in den Schulkreisen Niederteufen und Landhaus derzeit ein Überschuss an Raum vorhanden sei. Der zusätzliche Bedarf kann mit relativ geringen Veränderungen gedeckt werden. Beim Sekundarschulhaus Hörli besteht jedoch viel Raumbedarf, und die Behindertengerechtigkeit ist nicht gewährleistet. Diesem Problem will man mit einem Neubau für 12 Klassen im Gebiet Landhaus begegnen. Im frei werdenden Schulhaus Hörli würden künftig die Primarklassen des Schulhauses Dorf und die Tagesstrukturen, welche sich derzeit im Schulhaus Landhaus befinden, untergebracht. Das Schulhaus Dorf sei wenig kinderfreundlich, so Ursula von Burg, und für die Primarschüler wäre es ein Vorteil, wenn der Mittagstisch in der Nähe sei.

Steuersenkung für 2018 geplant

Gemeinderat Markus Bänziger erläuterte die finanzielle Situation der Gemeinde. Sie präsentiert sich dank hoher Steuer­erträge, ausserordentlichen Abschreibungen und gebremsten Ausgaben erfreulich. Beim ausgeglichenen Voranschlag 2018 habe man vorsichtig optimistisch budgetiert, so Bänziger. Die erwarteten Steuereinnahmen betragen mit 33,3 Mio. praktisch gleich viel wie im Vorjahr. Die geplante Senkung des Steuerfusses um 0,1 Einheiten werde eine Reduktion der Steuererträge um 0,8 bis 1 Mio. Franken verursachen. Der ordentliche Aufwand wurde gegenüber dem Voranschlag 2017 um 1 Mio. Franken gesenkt und keine Zusatzabschreibungen budgetiert. Die Nettoinvestitionen betragen 8,1 Mio. Franken.

Die Investitionen waren in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich, werden aber 2018 bis 2023 stark ansteigen. Es stehen die Erneuerung der Schulliegenschaften mit 31,1 Mio., Dorfzentrumsgestaltung mit 11,4 Mio., Wasserversorgung mit 7,9 Mio., Sanierung des Schwimmbads mit 3,2 Mio., ARA-Anschluss mit 3 Mio und Ersatz der Fernwärmezentrale mit 1 Mio. Franken an.

Wie an der Orientierungsversammlung bekannt wurde, soll die Restauration beim Schwimmbad neu ausgeschrieben werden. Eine neue Situation habe sich auch bei der Heidi-und-Paul-Guyer-Stiftung ergeben. Entgegen aller bisherigen Informationen seien Verwandte vorhanden, entsprechende Abklärungen seien im Gange.