Strafbefehl nicht angefochten

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Kirchberg Der Betreiber einer Hanf-Indooranlage in Kirchberg ist ein Schweizer. Er hat am 7. April einen Strafbefehl wegen mehrfachen Vergehens und wegen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz kassiert. Das teilt der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Roman Dobler, dem «Toggenburger Tagblatt» auf Anfrage mit. Der Staatsanwalt hat gegen den Betreiber der Hanf-Indooranlage eine bedingte Geldstrafe von 140 Tagessätzen à 100 Franken verhängt. Bei einer Geldstrafe richtet sich die Zahl der Tagessätze nach der Schuld, während die Höhe der Tagessätze von den finanziellen Verhältnissen des Angeklagten abhängt. Wenn der Betreiber der Hanf-Indooranlage sich in der Probezeit nichts zuschulden kommen lässt, muss er die bedingte Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen. Die Probezeit dauert zwei Jahre, das gesetzliche Minimum.

Hanf-Indooranlage neun Monate in Betrieb

Bezahlen muss der Betreiber der Hanf-Indooranlage hingegen 1100 Franken Busse sowie die Verfahrenskosten. Ferner muss er dem Staat 2100 Franken als Ersatzforderung abliefern. Der Strafbefehl ist laut Roman Dobler rechtskräftig.

Die Hanf-Indooranlage befand sich im Hobbyraum eines Hauses in Kirchberg und war von März bis Dezember 2016 in Betrieb. Der Staatsanwalt geht davon aus, dass die Ernte rund 2,8 Kilogramm Marihuana mit einem THC-Gehalt von über einem Prozent betrug. (mkn)