Stille Wahl wahrscheinlich

Die Würfel in Sachen Gemeindebehörden der vereinigten Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil sind am Sonntag gefallen. Noch offen ist die Besetzung des Primarschulratspräsidium, wobei die Zeichen auf Le Bich Näf aus Ganterschwil deuten.

Matthias Giger
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Die Kandidaten fürs Schulratspräsidium der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil an der Wahlfeier in Ganterschwil (von links): Enzo Fuschini (326 Stimmen, SP Ganterschwil), Le Bich Näf (529 Stimmen, FDP Ganterschwil) und Daniel Brunner (301 Stimmen, parteilos Bütschwil). (Bild: Matthias Giger)

Die Kandidaten fürs Schulratspräsidium der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil an der Wahlfeier in Ganterschwil (von links): Enzo Fuschini (326 Stimmen, SP Ganterschwil), Le Bich Näf (529 Stimmen, FDP Ganterschwil) und Daniel Brunner (301 Stimmen, parteilos Bütschwil). (Bild: Matthias Giger)

GANTERSCHWIL. 1089 Einwohner der Gemeinden Bütschwil und Ganterschwil haben Karl Brändle (CVP, Bütschwil) ihre Stimme gegeben und ihn zum Gemeindepräsidenten der vereinigten Gemeinde gewählt. Damit wird Karl Brändle als erster Gemeindepräsident der vereinigten Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil in deren Geschichte eingehen. An der überparteilichen Wahlfeier in Ganterschwil sagte der Bütschwiler Gemeindepräsident Karl Brändle: «Es ist mein Ziel, mich mit dem Gemeinderat und dem Primarschulrat gemeinsam mit voller Energie dafür einzusetzen, die Geschicke der neuen Gemeinde zu leiten. Ich möchte ein Gemeindepräsident für die gesamte Gemeinde, für alle drei Dörfer sein und die Bevölkerung in die Entscheide einbeziehen.»

200 Stimmen Vorsprung

Keiner der drei Kandidaten für das Präsidium der Primarschule, das mit einem Sitz im Gemeinderat verknüpft ist, hat im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht. Daniel Brunner, der parteilose Kandidat aus Bütschwil, der vom Vorstand des Gewerbevereins Bütschwil nominiert wurde, hat mit am wenigsten Stimmen (301) erhalten. Ein Grossteil der Wählerschaft teilt damit die Meinung der Ortsparteien und findet, dass jemand aus Ganterschwil Primarschulratspräsident oder Primarschulratspräsidentin werden soll.

Am zweitmeisten Stimmen (326) hat der Ganterschwiler Enzo Fuschini (SP) erhalten. Mit 529 Stimmen obenaus geschwungen ist die 37jährige Ganterschwilerin Le Bich Näf (FDP).

Wahrscheinlich zwei Rückzüge

Daniel Brunner sagte zu seinem Resultat: «Ich weiss jetzt wenigstens, woran ich bin.» Es habe sich eine andere politische Idee durchgesetzt, von der die Mehrheit denkt, sie sei sachdienlicher. Er spielte damit auf den Kurs der Ortsparteien an, die bewusst keinen Kandidaten aus Bütschwil nominiert haben. «Ich werde nicht mehr zum zweiten Wahlgang antreten, das bringt nichts bei dieser Ausgangslage», sagte Daniel Brunner. Le Bich Näf freute sich über ihr Resultat. «Ich bin sehr zufrieden. Natürlich stelle ich mich für einen zweiten Wahlgang zur Verfügung. Dass jemand neu im zweiten Wahlgang kandidiert ist zwar möglich. Ich halte es aber für unwahrscheinlich», sagte sie.

Enzo Fuschini war zufrieden. «Ich denke, meine Parteizugehörigkeit, war ein Handicap. Die SP hat im Toggenburg nicht so eine Tradition wie die CVP und die FDP. Daher ist das ein sehr gutes Resultat», sagte er. Ob er sich für den zweiten Wahlgang zur Verfügung stellt, hange von der Konstellation ab: «Wir wollen, dass jemand aus Ganterschwil das Schulratspräsidium übernimmt. Diesem obersten Ziel ordne ich mich unter. Die Differenz zu Le Bich Näf ist gross.» Wenn Le Bich Näf als einzige Kandidatin verbleibt, wird sie in einer sogenannten stillen Wahl automatisch Präsidentin des Primarschulrats.