Stille Heldinnen sollen ausgezeichnet werden

Nach dem Erfolg im letzten Jahr verleiht die Ausserrhoder Frauenzentrale wieder den Anerkennungspreis Prix Zora.

Karin Erni
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Adrian Höhener ist Geschäftsführer des «Bären» Hundwil, der die nächste Prix-Zora-Feier beherbergt.Bild: Karin Erni

Adrian Höhener ist Geschäftsführer des «Bären» Hundwil, der die nächste Prix-Zora-Feier beherbergt.Bild: Karin Erni

Frauen leisten viel in Familie und Gesellschaft. Doch die oftmals ehrenamtliche Arbeit werde in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen, schreibt die Ausserrhoder Frauenzentrale. Um dies zu ändern, hat sie den Prix Zora ins Leben gerufen.

Am diesjährigen Internationalen Frauentag wurde die Auszeichnung erstmals an fünf Frauen verleihen. Jetzt werden wieder Persönlichkeiten gesucht, die eine solche Würdigung verdient haben. Um Kandidatinnen zu finden, wurden in vielen Restaurants und Kulturbetrieben im Kanton Bierdeckel verteilt, die auf die Aktion hinweisen. Mit dieser Idee will die Frauenzentrale vermehrt Personen ausserhalb ihres gewohnten Umfeldes ansprechen.

Aussergewöhnliche Frauen werden ausgezeichnet

Anlässlich des nächsten Frauentags findet am Sonntag, 8. März 2020 ein Brunch im Restaurant Bären Hundwil statt. Der dortige Gastgeber Adrian Höhener beteiligt sich ebenfalls an der aktuellen Bierdeckel-Aktion. «Ich finde es spannend, dass gut 30 Jahre nach der denkwürdigen Annahme des Frauenstimmrechts an der Landsgemeinde von Hundwil, hier erneut ein grosser Anlass für Frauen stattfindet. Der Kreis schliesst sich sozusagen.» Die dreieckigen gelben Kartons seien im Restaurant zwar nicht besonders praktisch, räumt er ein. Dennoch legt er sie gerne auf den Tischen aus. «Sie fallen auf und die Leute schauen sich das an. Ich komme dadurch vermehrt mit Gästen ins Gespräch.» Auf die Frage, wen er selbst für einen Preis vorschlagen würde, sagt Adrian Höhener spontan: «Meine Mutter. Sie hat viel für die Familie geleistet, als mein Vater in der Regierung war. Auch für die Allgemeinheit war sie engagiert, sei es im Turnverein oder in der Kirche. Im Zeughaus Teufen setzte sie sich auch für kulturelle Belange ein.» Sie habe in all den Jahren nie das Rampenlicht gesucht oder etwas nur wegen Ruhm und Ehre gemacht, so Höhener.

Der Prix Zora 2020 wird wiederum an fünf Ausserrhoder Frauen verleihen, welche in diesem Jahr durch ihr spezielles Wirken für die Gesellschaft aufgefallen sind. Vorschläge für die Nomination kann die Bevölkerung bis Ende Dezember bei der Frauenzentrale einreichen. Man(n) kann seine Favoritin per Whatsapp, SMS oder E-Mail anmelden. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählt eine Jury die Prix-Zora-Trägerinnen von 2019 aus. Beachtet wird dabei, dass die Frauen aus unterschiedlichen Tätigkeitsgebieten, Kantonsteilen und Altersgruppen stammen.

Hinweis

prixzora@frauenzentrale-ar.ch