Stiftung Risi konzentriert Kräfte

Vor zwei Jahren bezog die Stiftung Risi zusätzlich zum Stammhaus den «Sonnenberg». Nun erfolgt der Schritt zurück: Das Haus Sonnenberg wird nicht mehr in dieser Form betrieben, im «Risi» wird investiert.

Drucken
Teilen
Das bestehende Betreuungszentrum Risi soll für 8,5 Millionen Franken ausgebaut werden. (Bild: ker)

Das bestehende Betreuungszentrum Risi soll für 8,5 Millionen Franken ausgebaut werden. (Bild: ker)

SCHWELLBRUNN. Das bestehende Betreuungszentrum Risi wird für rund 8,5 Millionen Franken ausgebaut. Als Folge davon betreibt die Stiftung Risi nach der Realisierung des Ergänzungsbaus den zweiten Standort beim Haus Sonnenberg in dieser Form nicht mehr weiter. Dies hat der Stiftungsrat nach umfassenden Abklärungen beschlossen. Der Ergänzungsbau und die Teilsanierung am Risi sollen im Herbst 2018 abgeschlossen sein. Bis dann wird der Betrieb im Haus Sonnenberg im bisherigen Rahmen aufrechterhalten bleiben.

Wie Präsident Peter Frehner erklärt, stützt sich der Stiftungsrats beim Beschluss auf umfangreiche Abklärungen. Wirtschaftliche Überlegungen haben zum Entschluss geführt: «Diese Massnahme ist die einzige Möglichkeit, die Stiftung Risi zu erhalten», so Peter Frehner. Es habe sich herausgestellt, dass das Haus Sonnenberg nicht geeignet sei für den Bedarf einer Pflege- und Betreuungsinstitution. Die nötigen Investitionen, um das Haus Sonnenberg von einem ehemaligen Kurhausbetrieb in ein den heutigen Qualitätsvorgaben entsprechendes Betreuungszentrum umzubauen, würde die finanziellen Möglichkeiten der Stiftung übersteigen. Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zum Ertrag. Stiftungsratspräsident Peter Frehner betont, dass sich der Stiftungsrat die Entscheidung nicht einfach gemacht habe, durch diese Massnahme aber optimistisch in die Zukunft blicke.

Wirtschaftlich nicht tragbar

Der Stiftungsrat möchte auch in Zukunft Pflege, Betreuung mit Wohnen im eigenen Dorf anbieten und möglichst alle Arbeitsplätze erhalten. Dies sei aber nur möglich, wenn ein straffer Finanzplan angewendet werde, heisst es seitens des Stiftungsrates. Gemäss Berechnungen müsse ein Heim mit mindestens 40 Bewohnenden (am gleichen Ort) betrieben werden können, damit es wirtschaftlich über die Runden komme. Das Haus Sonnenberg bietet Platz für rund 20, das Betreuungszentrum Risi (vor dem geplanten Erweiterungsbau) rund 30 Personen. Mit dem Erweiterungsbau des Hauses Risi für 8,5 Millionen Franken will der Stiftungsrat dieser Tatsache begegnen.

Da während der Bauphase die Bettenzahl im Haus Risi zeitweise reduziert ist, werden in der Übergangsphase einige Bewohnende im Haus Sonnenberg wohnen. Wie Heimleiter Urban Büsser erklärt, steht aber fest, dass die Bewohnenden des Hauses Sonnenberg bis zur Schliessung Ende 2018 am jetzigen Wohnort bleiben können. «Anschliessend laden wir die Bewohnenden des Hauses Sonnenberg ein, in das Betreuungszentrum Risi zu zügeln.» Ähnlich tönt es beim Thema Arbeitsplätze. Nach Aufhebung des Standortes Sonnenberg werden einige Arbeitsplätze nicht mehr gemäss jetzigem Stellenprofil betrieben werden. Dennoch sind keine Kündigungen vorgesehen. «Einige Austritte natürlicher Art wird es erfahrungsgemäss bis dann geben», so der Heimleiter. Diese würden nicht oder nur überbrückend ersetzt. Im Betreuungszentrum Risi würde nach der Erweiterung zusätzliches Personal benötigt. Das Personal vom Haus Sonnenberg kann demnach in das künftige Betreuungszentrum Risi wechseln.

Besitzerin zeigt sich kooperativ

Die Firma Immo Rhoden AG als Besitzerin der Liegenschaft Haus Sonnenberg und der Stiftungsrat haben beschlossen, das Mietverhältnis auf Oktober 2018 aufzulösen, sie haben bis dann einen reduzierten Mietzins definiert. Sind die Bauarbeiten beim Standort Risi im Oktober 2018 nicht wie geplant fortgeschritten, gewährt die Vermieterin weitere sechs Monate Objektmiete im Haus Sonnenberg. (pd)

Aktuelle Nachrichten