STEUERKRAFT DER TOGGENBURGER GEMEINDEN: Grösste Steuerkraft in Lichtensteig

Die Steuerkraft im Toggenburg liegt unter dem kantonalen Schnitt. So gut wie Ende 2015 stand das Toggenburg aber seit über zehn Jahren nicht mehr da.

Ruben Schönenberger
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Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger@ toggenburgmedien.ch

Im Toggenburger Vergleich finden sich die wohlhabendsten Steuerpflichtigen in der Gemeinde Lichtensteig. Die Steuerkraft einer natürlichen Person beträgt im Städtchen Ende 2015 bei Betrachtung der einfachen Steuer 1906 Franken. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Kantons hervor. Diesen Spitzenplatz belegt Lichtensteig seit 1987 ohne Unterbruch. Auf Platz zwei lag in den letzten 30 Jahren am häufigsten die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann. Allerdings entsprechen die rund 1900 Franken des Spitzenreiters Lichtensteig nur 90 Prozent des kantonsweiten Durchschnitts. Für jede neun Franken, die ein Lichtensteiger oder eine Lichtensteigerin dem Fiskus abliefert, hat der durchschnittliche Steuerzahler bereits deren zehn gezahlt.

Am anderen Ende der Skala liegt die Gemeinde Neckertal, die mit einer Steuerkraft von 1360 Franken oder 64,2 Prozent des St. Galler Durchschnitts kantonsweit auf dem letzten Platz liegt. Nur geringfügig besser schneidet Hemberg ab (1365 Franken / 64,5 Prozent). Die Gemeinde liegt damit kantonsweit auf dem zweitletzten Platz. Seit 2011 teilen sich diese beiden Gemeinden auch die letzten beiden Plätze im Toggenburg untereinander auf. Zuvor war Mosnang immer wieder auf den hinteren beiden Plätzen anzutreffen. in den letzten zehn Jahren ist dort jedoch ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, der die Gemeinde bis 2015 schon auf den siebten Platz unter den zwölf Gemeinden geführt hat.

Toggenburg unter kantonalem Schnitt

Dass Lichtensteig als steuerkräftigste Gemeinde unter dem kantonsweiten Durchschnitt liegt, zeigt auf, dass der gesamte Wahlkreis Toggenburg unter ebendiesem liegt. Im Vergleich mit den anderen Wahlkreisen des Kantons liegt er gar auf dem letzten Platz. Das war jedoch nicht immer so. Vor 30 Jahren nahm das Toggenburg gar einen Podestplatz ein. Nur gerade die Wahlkreise St. Gallen und Wil verfügten damals über eine höhere Steuerkraft. 1986 war gleichzeitig auch das letzte Jahr, in welchem das Toggenburg über dem kantonalen Durchschnitt lag. Seither verschlechterte sich die Situation, und seit 1997 konnte das Thur- und Neckertal den letzten Platz nie mehr verlassen.

Seit 2001 nicht mehr so gut dagestanden

Trotz dieser schlechten Bilanz gibt es auch positive Aspekte. In Bezug auf den kantonalen Durchschnittswert war das Toggenburg seit 2001 nicht mehr so steuerkräftig wie im Jahr 2015, dem letzten Jahr zu dem Daten vorliegen. In absoluten Zahlen war das Toggenburg noch gar nie so steuerkräftig. Eine Person im Toggenburg weist 2015 im Schnitt eine Steuerkraft von 1609 Franken auf.

Den Aufschwung haben die anderen Wahlkreise nicht alle mitgemacht. Im Vergleich mit dem ganzen Kanton ist beispielsweise im Wahlkreis St. Gallen schon seit 2011 ein Rückgang zu verzeichnen. In den Wahlkreisen Rorschach, Rheintal und Werdenberg beschränkt sich der Rückgang auf das letzte Berichtsjahr. Wie das Toggenburg unter dem kantonalen Schnitt liegen die Wahlkreise Wil (96,3 Prozent), Rheintal (97 Prozent), Werdenberg (94,4 Prozent) und Sarganserland (87,6 Prozent).