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Innerrhoden verzeichnet Steuererträge auf Rekordniveau

Im Rahmen der Rechnungspräsentation von Innerrhoden blickt Säckelmeister Ruedi Eberle selbstkritisch auf den Budgetprozess. Zu denken geben muss die separat geführte Spitalrechnung.
Roger Fuchs
Die Zunahme des Steuersubstrats im Kanton zeigt, dass es den Menschen in Innerrhoden gut geht. Bild: Roger Fuchs

Die Zunahme des Steuersubstrats im Kanton zeigt, dass es den Menschen in Innerrhoden gut geht. Bild: Roger Fuchs

Rotes Budget, schwarze Rechnung. Das übliche Spiel wiederholt sich auch bei den Innerrhoder Kantonsfinanzen 2018. Bei einem Aufwand von knapp 160 Millionen Franken schliesst die letztjährige Staatsrechnung unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Aufwände und Erträge mit 2,5 Millionen Franken Gewinn ab. Budgetiert war ein Minus von 1,8 Millionen. Tatsächlich könnte die Rechnung sogar noch viel besser aussehen, wie der Innerrhoder Säckelmeister Ruedi Eberle an der gestrigen Medienorientierung ausführte. Der Grund: 2018 erfolgte die Umstellung auf eine HRM2-konforme Verbuchung der Gewinnausschüttung der Appenzeller Kantonalbank. Folglich werden die knapp 7 Millionen Franken erst in der Staatsrechnung 2019 und nach Genehmigung durch den Grossen Rat verbucht.

Investitionen realistischer budgetieren

Zu den Hauptabweichungen in der Verwaltungsrechnung gehören bei den Mehraufwendungen die innerkantonalen und ausserkantonalen Hospitalisationen. Hinzu kommt ein auf 1,4 Millionen Franken gestiegenes Defizit am Spital Appenzell. Die Fallzahlen im stationären Bereich sanken um 86 auf 930.

Bei den Mehrerträgen fallen die Zusatzausschüttung der Nationalbank und die Steuern aller Arten ins Gewicht. Gegenüber Budget ist die Gesamtheit der Steuererträge um 7,2 Millionen Franken auf 57 Millionen Franken gestiegen. Gegenüber Vorjahr ist dies ein Plus von 2,7 Millionen Franken. Hinzu kommen deutlich tiefere Nettoinvestitionen als geplant. Selbstkritisch meint Säckelmeister Ruedi Eberle angesichts dessen: «Bei der Steuerbudgetierung müssen wir uns selbst in die Pflicht nehmen und genauer sein. Bei der Budgetierung der Investitionen müssen wir realistischer werden.» Eine der Investitionen, bei der man sich fragt, wenn es weitergeht, ist das Hallenbad. Gemäss Eberle bleibt das Ziel für den Neubau nach wie vor der Herbst 2021. Als Nächstes stehe die Quartierplanung an. Um das genannte Ziel zu erreichen, müsste alles rund laufen und es dürfte keine Einsprachen geben.

Dem Eigenkapital gutgeschrieben

Der Ertragsüberschuss von 2,5 Millionen Franken wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das per Ende letzten Jahres 138 Millionen Franken beträgt. Der Selbstfinanzierungsgrad des Kantons liegt bei 103 Prozent. Die rund 50 Prozent als budgetiert ausgefallenen Nettoinvestitionen von 7 Millionen Franken konnten vollumfänglich aus den erwirtschafteten Mitteln finanziert werden.

«Innerrhoden hat eine solide Finanzbasis», fasst Ruedi Eberle zusammen. Sie ist so solide, dass Landesbuchhalter Josef Manser ergänzt: «Vor 20 Jahren waren wir das Armenhaus, heute haben wir in der Ostschweiz den besten Ressourcenindex der Kantone.»

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