Steuererhöhung beantragt

Im Bezirk Schlatt-Haslen soll der Steuerfuss um zwei Prozent steigen. Über den Antrag entscheidet am Sonntag die Bezirksgemeinde. Ein Grund für den Schritt ist Schaies.

Jesko Calderara
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Ob die Steuerbelastung in Schlatt-Haslen steigt, entscheidet sich am Sonntag an der Bezirksgemeinde. (Bild: apz)

Ob die Steuerbelastung in Schlatt-Haslen steigt, entscheidet sich am Sonntag an der Bezirksgemeinde. (Bild: apz)

SCHLATT-HASLEN. An der Bezirksgemeinde in Schlatt-Haslen am Sonntag steht unter anderem eine Steuererhöhung zur Debatte. Zurzeit hat Schlatt-Haslen mit 20 Prozent die günstigste Bezirkssteuer. Der Bezirksrat schlägt vor, den Steuerfuss um zwei Prozent zu erhöhen. Er hält diesen Schritt aufgrund verschiedener Projekte für notwendig. So wird die Beseitigung von Altlasten der Schiessstände beim Bezirk Kosten verursachen. Die ehemaligen Schützenstände in Enggenhütten, Schlatt und Haslen sind bleiverseucht und müssen für rund 700 000 Franken saniert werden. Voraussichtlich 200 000 Franken übernimmt der Bund. Die Hauptleutekonferenz hat beschlossen, die übrigen Kosten auf alle Bezirke aufzuteilen. Demnach übernimmt Schlatt-Haslen einen Anteil von 66 000 Franken.

Investitionsbedarf beim Wasser

Auch beim bestehenden Schützenstand Haslen gibt es Nachholbedarf. Der Kugelfang ist sanierungsbedürftig und die elektronische Trefferanzeige muss ersetzt werden. In diesem Bereich könnten in den nächsten zehn bis zwölf Jahren rund 180 000 Franken auf den Bezirk zukommen.

Weitere Ursachen für die Steuererhöhung sind die Dorfplatzgestaltung in Halsen sowie Investitionen bei der Feuerwehr und der Wasserversorgung Haslen-Enggenhütten. Die Bezirksgemeinde entscheidet am Sonntag über einen Kredit des Bezirks in Höhe von 350 000 Franken an die Wasserversorgung Haslen-Enggenhütten. Damit soll die Erschliessung Oberboden-Altweid-Hüsli samt Leitungserneuerung Hinterhaslen finanziert werden. Vorgesehen ist, den Kredit über fünf Jahre zu amortisieren, um anschliessend weitere Projekte in Angriff nehmen zu können.

Schaies belastet Finanzen

Einfluss auf die Finanzen hat zudem Schaies. Falls die Sportstätte realisiert wird, steuert Schlatt-Haslen 507 000 Franken an die Baukosten bei und übernimmt jährlich 11 000 Franken der Betriebskosten.

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