Steuereinnahmen in Oberegg rückläufig

OBEREGG. Die Oberegger Rechnung 2014 schloss mit einem Defizit von knapp 27 000 Franken bei Aufwendungen von knapp 2,6 Millionen Franken. Die Steuereinnahmen entwickelten sich entgegen den Prognosen erneut um rund 40 000 Franken rückläufig, gegenüber dem Budget sogar um rund 85 000 Franken.

Karin Steffen
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Landeshauptmann-Kandidaten Stefan Müller und Ruedi Eberle. (Bild: ks)

Landeshauptmann-Kandidaten Stefan Müller und Ruedi Eberle. (Bild: ks)

OBEREGG. Die Oberegger Rechnung 2014 schloss mit einem Defizit von knapp 27 000 Franken bei Aufwendungen von knapp 2,6 Millionen Franken. Die Steuereinnahmen entwickelten sich entgegen den Prognosen erneut um rund 40 000 Franken rückläufig, gegenüber dem Budget sogar um rund 85 000 Franken. Gemeindehauptmann Hannes Bruderer hofft, dass die Talsohle nun erreicht sei. Die rege Bautätigkeit im Bezirk stimme ihn zuversichtlich, dass sich neue Steuerzahler im Bezirk niederlassen werden. Die Einwohnerzahlen stagnieren seit etlichen Jahren bei rund 1900 und neue Einwohner wären willkommen. Die knapp 73 000 Franken aus dem Finanzausgleich des Kantons halfen, die Finanzen im Griff zu behalten.

Wohnen im Dorf

Bis im Herbst sollen die Mietwohnungen des Neubaus Dorfstrasse 13 bezugsbereit sein, zeigt sich Bruderer überzeugt. Das Prozedere zum Verkauf der beiden Dachwohnungen wurde bereits publiziert. Deren Besichtigung soll vor den Sommerferien möglich sein. Die Mietpreise für die Mietwohnungen liegen im marktüblichen Rahmen zwischen 1200 und 700 Franken. Bei der Nutzung als Alterswohnung reduziert sich der Mietpreis um 20 bis 25 Prozent. Alle zweckgebundenen Testate von knapp 1,4 Millionen Franken wurden auf das Konto «Wohnen im Dorf» übertragen.

Landesfähnrich Martin Bürki und stillstehender Landammann Roland Inauen stellten die Landsgemeindegeschäfte vor. Die Initiative «Wohnraum für alle» der SP AI lehnt der Grosse Rat einstimmig ab. Die Problematik sei jedoch erkannt, bestätigte Inauen. Die Initiative greife mit der vorgegebenen soziodemografischen Durchmischung massiv in den Wohnungsmarkt ein, zudem sei die geforderte Genossenschaft ein schwieriges Konstrukt. Inauen erwähnte, dass der Kanton bereits über Instrumente verfüge oder diese zumindest angedacht seien, um dem Problem zu begegnen.

Kandidaten

Einerseits stellten sich die Kandidaten für die Wahl zum Landeshauptmann, Stefan Müller und Ruedi Eberle, vor. Anderseits hatten die politischen Gruppierungen Gelegenheit, ihre Kandidaturen für die Gesamterneuerungswahlen im Bezirk bekannt zu machen. In den Grossen Rat empfehlen sie Theres Durrer und Sonja Spirig Pfeiffer, wobei die Arbeitnehmer Spirig Pfeiffer nicht unterstützen und die Stimme frei geben. Fabian Eisenhut wird für die GPK vorgeschlagen. Alle Bisherigen erfahren von den Gruppierungen wieder Unterstützung.

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