Stetes Kundenwachstum

Zu einem Dienstleistungsunternehmen weit über die regionalen bäuerlichen Grenzen hat sich die BBV Treuhand, der frühere Beratungs- und Buchhaltungsverein St.Gallen-Appenzell entwickelt.

Werner Kamber
Drucken
Teilen

St. Gallen. Der anhaltende Erfolgskurs wurde an der 31. Mitgliederversammlung deutlich, die im Rahmen der Ausstellung «Tier und Technik» am vergangenen Freitag im Olma-Areal St. Gallen durchgeführt worden ist. Präsident ist der auch im Kantonsrat sitzende Koni Meier, untere Buchschachen, Herisau, der zusammen mit seinem Fast-Nachbarn vom Wolfhag seit einem Dutzend Jahren eine erfolgreiche Betriebsgemeinschaft führt.

Wachstum trotz Bauernsterben

Die BBV Treuhand unterhält drei Geschäftsstellen: Salez und Flawil im Kanton St. Gallen sowie Appenzell für die Kantone Ausserrhoden und Innerrhoden. Dank dieser geogrphischen Aufteilung kann sich jede Treuhandstelle auf die speziellen steuer- und betriebswirtschaftlichen Probleme der Region konzentrieren.

Das Unternehmen verfügt mittlerweile über 31 Jahre Erfahrung sowohl im betriebswirtschaftlichen als auch im steuertechnischen Bereich. Es kann, trotz des «Bauernsterbens», ein stetes Kundenwachstum verzeichnen.

Zertifizierung wichtig

Derzeit aktuell ist die Zertifizierung. Dazu Geschäftsführer Martin Büchler, Appenzell: «Unsere Produkte wie zum Beispiel Buchhaltungen und Steuererklärungen müssen einem hohen, einheitlichen Standard entsprechen.

Es geht heute sogar so weit, dass Banken bei der Kreditvergabe die Treuhandstelle des Kunden mit in ihr Rating einbeziehen.»

Vielseitige Spezialisierung

Der BBV ist als bäuerliche Selbsthilfeorganisation gegründet worden. Durch die Zusammenarbeit mit der Treuhandstelle muss sich der Kunde nicht um spezielle buchhalterische und steuerliche Probleme kümmern.

Gemäss Präsident Konrad Meier kommen zu den ursprünglichen Aufgaben für die Bauernbetriebe immer mehr auch Beratungen hinzu: Bei Betriebsübergaben oder -umstellungen, Gründung einer AG oder GmbH, aber auch Erbteilungen oder Scheidungsvereinbarungen – die auch in der Landwirtschaft immer häufiger werden.

Hauptertrag aus Landwirtschaft

Nach wie vor stammt der Hauptteil des Ertrags der BBV aus der Landwirtschaft.

Weitere Standbeine, die einen Viertel des Ertrags ergeben, sind das Gast- und Baugewerbe, die Tätigkeit als Geschäftsstelle von Vereinen oder die Verwaltung von Stockwerkeigentum. Letztes Jahr wurden erstmals mehr als 1700 Kundenmandate betreut.

Was die Tier & Technik betraf, meinte Präsident Konrad Meier launisch, man könnte zwar begehrlich werden beim Anblick so grosser und teurer Geräte. Man könne aber durchaus auch nach Hause gehen «und zufrieden sein mit dem, was man hat».

Kritisch merkte er bei der Begrüssung an, dass die Einladungen teils mehr als zehn Tage gebraucht hätten, bis sie durch die Post den Empfängern zugestellt worden seien.

Aktuelle Nachrichten