Stellvertretung für die Bäuerin

Kann eine Bäuerin wegen einer Krankheit, eines Unfalls oder Mutterschaft ihre Arbeit in der Familie und auf dem Hof nicht verrichten, kann sie sich an die Bäuerliche Familienhilfe wenden.

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Kann eine Bäuerin wegen einer Krankheit, eines Unfalls oder Mutterschaft ihre Arbeit in der Familie und auf dem Hof nicht verrichten, kann sie sich an die Bäuerliche Familienhilfe wenden. Diese vermittelt Familienhelferinnen, die während maximal vier Wochen bei der Bauernfamilie leben und die Aufgaben der Bäuerin übernehmen.

Vermittelt wird die Bäuerliche Familienhelferin durch den Kantonalen Bauernverband. Der hat klare Richtlinien für diese Dienstleistung erstellt. Darin steht beispielsweise geschrieben, dass Landfrauen die Bäuerliche Familienhilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie Mitglied einer regionalen Vereinigung und des Kantonalen Bäuerinnenverbandes sind. Bäuerinnen, die auf einem direktzahlungsberechtigten Betrieb arbeiten, werden prioritär behandelt.

In erster Priorität kommen Familienhilfen bei einer Krankheit oder einem Unfall zum Einsatz, dann bei einer Geburt und erst zuletzt als Entlastung oder als Aushilfe bei Ferien. Die Familienhilfe ist eine Dienstleistung des Kantonalen Bäuerinnenverbandes. Die Geschäftsstelle des St. Galler Bauernverbandes übernimmt die Administration sowie die Vermittlung der Einsätze für die bäuerliche Familienhilfe im Kanton St. Gallen.

Die Arbeitsbedingungen für die Familienhelferinnen sind klar geregelt. Sie haben eine Arbeitszeit von höchstens zehn Stunden pro Tag. Pro Woche haben sie einen Anspruch auf eineinhalb Freitage. Die Bauernfamilie kommt für Kost und Logis auf. Zudem stellt sie der Familienhelferin ein eigenes Zimmer zur Verfügung. (sas)