Stellvertretung für den Bauern

Fällt ein Bauer durch einen Unfall oder eine Krankheit aus, muss schnell eine Stellvertretung auf den Hof kommen. Diese Aufgabe übernehmen Betriebshelfer, die unter anderem vom Kantonalen Bauernverband vermittelt werden.

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Fällt ein Bauer durch einen Unfall oder eine Krankheit aus, muss schnell eine Stellvertretung auf den Hof kommen. Diese Aufgabe übernehmen Betriebshelfer, die unter anderem vom Kantonalen Bauernverband vermittelt werden.

Melken, füttern, ernten

Die Betriebshelfer sind ausgebildete Landwirte, die sämtliche Aufgaben des Bauern im Stall und auf dem Feld übernehmen müssen. Ihre tägliche Arbeitszeit beträgt höchstens zehn Stunden. An Sonntagen bleibt die Arbeit auf die notwendigsten Tätigkeiten wie füttern, melken, Viehpflege oder die Sicherung der Ernte beschränkt. Pro Woche hat der Betriebshelfer Anrecht auf eineinhalb freie Tage.

Die Einsatzbetriebe müssen den Betriebshelfern ein Einzelzimmer zur Verfügung stellen und sie ausreichend und gut verpflegen. Wenn ein Einsatz mehr als eine Woche dauert, ist den Helfern auch die Wäsche zu besorgen.

Vier Wochen im Maximum

Der Einsatz eines Betriebshelfers ist beschränkt, er kann gemäss den Richtlinien maximal während vier Wochen pro Kalenderjahr auf einem Bauernhof bleiben. In erster Linie springen sie nach einem Unfall und bei einer Krankheit ein, eher selten ersetzen sie den Bauern, wenn dieser seinen Militärdienst leistet. Voraussetzung dafür ist die Mitgliedschaft beim landwirtschaftlichen Betriebshelferdienst.

Entlöhnt werden die Betriebshelfer von ihrem Arbeitgeber, dem Kantonalen Bauernverband. Dieser stellt die Einsätze bei den Bauernfamilien in Rechnung. (sas)