Stellungnahme der Kirchenvorsteherschaft zum Fusionsprojekt

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal besteht seit dem 1. Januar 2013. Sie entstand durch die Fusion der Kirchgemeinden Brunnadern, Mogelsberg und Oberhelfen- schwil. Schon vor dem Fusionsprozess war die Zusammenarbeit der drei Neckertaler Kirchgemeinden sehr ausgiebig.

Kurt Oehninger, Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal, Feldstrasse 30, Oberhelfenschwil
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Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal besteht seit dem 1. Januar 2013. Sie entstand durch die Fusion der Kirchgemeinden Brunnadern, Mogelsberg und Oberhelfen- schwil. Schon vor dem Fusionsprozess war die Zusammenarbeit der drei Neckertaler Kirchgemeinden sehr ausgiebig. Damals, als eigenständige Kirchgemeinde Oberhelfen- schwil, war ihre Ausrichtung und Zusammenarbeit mit dem Neckertal und nicht mit den Kirchgemeinden Ganterschwil-Bütschwil oder Lütisburg. Während dieser Zeit, vom 1. Januar 2013 bis heute, haben die Verantwortlichen mit allen Mitarbeitenden die Kirchgemeinde mit ihren drei Kirchkreisen Brunnadern, Mogelsberg und Oberhelfenschwil zusammengefügt und einen wichtigen Grundsatz festigen können – wir sind eine Kirchgemeinde. Die Kirchgemeinde trägt einiges zum Wohle eines Dorfes bei, mit Anlässen und Angeboten, Seelsorge, Jugendarbeit und sozialen Tätigkeiten. Die Kirchgemeinde kann ihren Fusionsprozess bald einmal mit Erfolg abschliessen. Bei einer Zustimmung der Bevölkerung zur Fusion mit den Thurtaler Gemeinden kann dies für die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Neckertal massive und einschneidende Veränderungen zur Folge haben. • Die Kirchkreise Brunnadern und Mogelsberg könnten an einer Kirchgemeindeversammlung den Antrag stellen, den Kirchkreis Oberhelfenschwil aus der Kirchgemeinde Unteres Neckertal auszuschliessen. Dies hätte zur Folge, dass der Kirchkreis Oberhelfenschwil sich den Kirchgemeinden im Thurtal anschliessen müsste. Die Kirchgemeinden im Thurtal müssten erneut eine Fusion einleiten. • Wenn die Schuleinheit von Oberhelfenschwil nicht mehr der Schulgemeinde Neckertal angehören würde, könnte das für den Religions- und Konfirmandenunterricht, den die Kirchgemeinde erteilt, Auswirkungen haben. Das heisst, der Unterricht könnte von den Kirchgemeinden im Thurtal erteilt werden. Dies wäre ein weiterer Verlust für die Kirchgemeinde.

Die vom Gemeinderat Oberhelfenschwil angestrebte Fusion hätte für die Kirchgemeinde Unteres Neckertal keine positiven Auswirkungen. Im Gegenteil, es würde einen neu und gut funktionierenden Zusammenschluss gefährden, wenn nicht sogar wieder auseinandertrennen. Dies könnte personelle und finanzielle Probleme mit sich bringen, nebst einer grossen Frustration in den Kirchkreisen Brunnadern, Mogelsberg und Oberhelfenschwil. Nicht nur die Kirchgemeinde Unteres Neckertal wäre von dem Zusammenschluss negativ betroffen, sondern auch gut funktionierende Vereine, Gremien und Körperschaften im Neckertal. Das Stimmungsbild im Neckertal zum geplanten Vorgehen der Gemeinde Oberhelfenschwil ist sehr negativ. Für viele Gremien und Bewohner des Neckertals, sowie auch für Bürger aus Oberhelfenschwil, wäre es angebracht gewesen, die Variante «Zusammenschluss mit dem Neckertal» zu prüfen, um so auch diese Vor- und Nachteile aufzeigen zu können. Dieser Schritt hätte bereits vor Jahren stattfinden können, bevor überhaupt eine Meinungsumfrage in Oberhelfenschwil angeordnet wurde. Aus Sicht der Kirchenvorsteherschaft ist eine Fusion mit den Thurtaler Gemeinden alles andere als konstruktiv und förderlich. Im Gegenteil, viele gut funktionierende Konstrukte im Neckertal würden zerstört und müssten total neu organisiert werden.

Wenn eine Fusion, dann warten, bis das Toggenburg bereit ist, sich zu grösseren Gebilden zu vereinen.

Die Kirchenvorsteherschaft empfiehlt den stimmberechtigten Einwohnern der Politischen Gemeinde Oberhelfenschwil, am 27. November ein Nein in die Urne zu legen.

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