STEINEGG: Wechsel bei Arbeitnehmern

Angela Koller übernimmt das Präsidium der Arbeitnehmervereinigung Appenzell. Die Versammlung favorisiert Ruedi Ulmann als Bauherrn.

Andy Lehmann
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«Unser Kanton bekommt auf der Basis der drei Interessenverbände die bessere Politik, als wenn wir Parteipolitik betreiben müssten. Diese schubladisiert Parlamentarier und die Realpolitik bleibt auf der Strecke. Es braucht unsere Vereinigung», sagte Thomas Mainberger in seinem Jahresbericht. Zum letzten Mal führte er als Präsident durch die Hauptversammlung der Arbeitnehmervereinigung Appenzell (AVA) im «Schäfli» Steinegg. Während zehn Jahren leistete er Vorstandsarbeit. Es freute ihn, dass mit Angela Koller eine gute Nachfolgerin gefunden werden konnte. Die Grossrätin wurde einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Sie würdigte Thomas Mainbergers langjähriges Engagement für die AVA und unterstrich die Wichtigkeit der politischen Stimme der Vereinigung in Innerrhoden. Angela Koller übernahm sogleich die Sitzungsleitung. Im Anschluss an die statutarischen Geschäfte standen die Landsgemeindegeschäfte im Fokus. Insbesondere der Besuch der Bauherrkandidaten Fefi Sutter und Ruedi Ulmann wurde mit Spannung erwartet. Christoph Keller, Vorstandsmitglied der AVA, befragte die beiden zu Themen wie günstiges Wohnen, Umweltschutz, Vereinbarkeit von Beruf und Standeskommission. Gekonnt beantworteten Sutter und Ulmann die Fragen. Auch wenn sich einige Mitglieder ihrer Stimme enthielten, fiel das Verdikt klar zu Gunsten von Ulmann aus. Ebenso will man die Wahl von Kantonsrichterin Evelyne Gmünder zur künftigen Kantonsgerichtspräsidentin unterstützen.

Lukas Hidber, Rolf Inauen und Pascal Neff traten für ihre Initiativen ein. Die Arbeitnehmer sprechen sich gegen Inauens Initiative zur politischen Neustrukturierung des Kantons aus. Auch die Initiative «Signalisation von Geschwindigkeitskontrollen» findet kein Gehör. Für die freiwillige Einführung des Ausländerstimmrechts für Kirchgemeinden gibt es grünes Licht.

Bauherr Stefan Sutter ging auf weitere Vorlagen ein und erläuterte diese aus Sicht der Regierung. Beim Hallenbad-Neubau obsiegt die teurere Variante B, inklusive Zustimmung zum Kredit. Die Vorlagen zur Revision von Schul- und Baugesetz werden klar unterstützt.

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch